Lungauer Fastenbrezen

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Bei uns im Lungau gibt es die Fastenbreze nur von Anfang Jänner bis zum Ende der Fastenzeit. Sie ist sehr beliebt – alleine schon deshalb, weil es sie nicht das ganze Jahr über gibt – und es freuen sich im Jänner schon alle auf die ersten Fastenbrezen. Natürlich kann man sie auch selbst herstellen, ich verwende dazu meine ganz einfachen Semmelteig – man kann auch ein kleines Stück Butter zum Teig geben, dann wird die Brezel noch ein wenig saftiger.

Lungauer Fastenbrezen

Zutaten:

  • 500g Weizenmehl 700
  • 10 g Salz
  • 10 g Backmalz (auch Gersten- oder Weizenmalzmehl genannt)
  • 10 g Germ
  • 285 g Wasser
  • (ev 20 g zimmerwarme Butter)

 

Immer wieder werde ich gefragt, was denn Backmalz ist…

Backmalz ist etwas ganz natürliches, das das Gebäck aber wesentlich in seiner Farbe verändert. Es gibt der Semmel eine schöne bräunliche Farbe und auch mehr Volumen.

Hier eine Definition aus Wikipedia zu “Backmalz”: Backmalz ist ein Malz, welches meist aus Gerste, Weizen oder Roggen hergestellt wird. Das Getreide wird unter feucht-warmen Bedingungen zum Auskeimen gebracht, anschließend getrocknet, gedarrt oder geröstet und vermahlen. Durch den Zusatz von Backmalz zum Teig werden der Hefe leicht verwertbare Nährstoffe, u. a. Zucker und Aminosäuren zur Verfügung gestellt. Das Ziel ist eine Beschleunigung der Gärung (Verbesserung der Triebkraft) und eine bessere Teigbeschaffenheit.

 

Zubereitung:

Weizenmehl, Salz, (evtl. die zimmerwarme Butter) und Backmalz in eine Schüssel geben. Danach den Germ dazubröseln, Wasser dazugeben und mit der Knetmaschine zu einem glatten, geschmeidigen, mittelfesten Germteig verkneten. Dies dauert ca 8 – 10 Minuten.

Anschließend den Teig für ca 20 min rasten lassen.

Jetzt den Teig in 45 g Stücke aufteilen und die Stücke dann zu Brezen weiterverarbeiten. Dafür aus dem Teigstück einen Strang mit einer Länge von ca 50 cm ausrollen und anschließend zu einer Fastenbreze formen. Dazu einfach einen runden Kreis legen und die Enden des Strangs ineinander verdrehen. Die fertig geformten Brezen mit Wasser besprühen und mit Salz bestreuen.

Die Brezen nochmals kurz gehen lassen (ungefähr 10 Minuten) und dann bei 210 Grad ca 15 min backen.

GUTES GELINGEN UND LIEBE GRÜSSE AUS DEM SCHÖNEN LUNGAU!!!

Eure Christina

TIPP: Zum Bestreuen verwende ich “Streusalz” – dies ist ein eigens zum Backen hergestelltes Salz, es bleibt – im Vergleich zum Meeressalz – auch nach dem Backen weiß und körnig. Ihr könnt es auch über meinen Online Shop beziehen.


 

2018-02-08T20:08:47+00:0031 Kommentare

31 Kommentare

  1. Elfriede Kocher 26. Januar 2016 um 15:32 Uhr - Antworten

    Liebe Christina!

    Bei welcher Temperatur bäckst Du die Krapfen??
    Habe schon einige Deiner Rezepte ausprobiert, sie sind sehr gut!

    Liebe Grüsse
    Elfriede

    • Christina 4. Februar 2016 um 10:44 Uhr - Antworten

      Liebe Elfriede!
      Meinst du die Bauernkrapfen?
      Liebe Grüße,
      Christina

      • Elfiede Kocher 16. Juli 2016 um 21:27 Uhr - Antworten

        Liebe Christina –
        ja – ich meine die Bauernkrapfen, denn das ist ja wesentlich – dass sie kein Fett saugen, immer wieder hab ich dieses problem und da ich sehr magenempfindlich bin , die Bauernkrapfen aber sehr liebe – besonders wenn sie gerade aus der Pfanne kommen, interressiert mich das sehr. Ich backe sie bei ca 150 °.
        Ich spare nie mit dem Rum, aber das scheint mir, ist nicht genug.
        Wahrscheinlich investiere ich zuwenig “herz” in die Krapfen…….

        • Christina 24. Juli 2016 um 20:55 Uhr - Antworten

          Liebe Elfriede!
          Ich backe die Krapfen immer bei 160 Grad – ich glaub, die richtige Temperatur ist sehr wichtig, damit sich die Krapfen nicht mit Fett “vollsaugen”
          Gutes Gelingen!!
          Liebe Grüße,
          Christina

  2. Sabine 19. Februar 2016 um 8:51 Uhr - Antworten

    Wo bekommt man das Backmalz – Danke 🙂

    • Christina 19. Februar 2016 um 8:56 Uhr - Antworten

      Liebe Sabine! Ich kauf es in einer Mühle! Bräuchtest du welches? Kann dir sonst auch eins schicken! 😉
      LG Christina

  3. Tanja Winkler 4. März 2016 um 20:02 Uhr - Antworten

    Hallo Christina!Kann ich den Fadtenbrezenteig auch schon am Vortag machen?
    Lg Tanja

    • Christina 4. März 2016 um 22:41 Uhr - Antworten

      Liebe Tanja!
      Ja, kannst du machen. Du musst ihn dann aber anstatt warm sehr kalt stehen lassen (Keller oder Kühlschrank) und auch gut zudecken (am besten gleich mit einem Deckel). Wenn der Teig nämlich zu lange im Warmen steht, dann wird er sauer.
      Bevor du den Teig dann weiterverarbeitest, musst du ihn nochmal kurz im Warmen stehen lassen, damit er sich etwas erwärmt.
      LG Christina

  4. Ina 12. März 2016 um 16:04 Uhr - Antworten

    Hallo Christina, nachdem es in Nö keine “echten” Brezn zu kaufen gibt und ich die immer sehr gern gemocht hab, find ich das Rezept schon mal super! Bevor ich mich jetzt in die Küche stell und ans Backen mache: mit Germ meinst du frische Germ, richtig?
    Danke schon jetzt für deine Antwort!
    LG Ina

    • Christina 13. März 2016 um 22:25 Uhr - Antworten

      Liebe Ina!
      Ja genau, mit Germ meine ich frische Germ.
      Gutes Gelingen, liebe Grüße, Christina

  5. Viktoria 19. Januar 2017 um 12:59 Uhr - Antworten

    Hallo Christina!
    Kann ich anstatt frischem germ auch trockenen verwenden?lg

    • Christina 31. Januar 2017 um 22:20 Uhr - Antworten

      Liebe Viktoria!
      Ja, kannst du…
      Liebe Grüße, Christina

  6. Elisabeth 28. Februar 2017 um 14:20 Uhr - Antworten

    Hallo Christina,

    meinst du bei der Temperatur der Fastenbrezen 210 Grad Heißluft oder Ober-/Unterhitze.

    Lg Elisabeth

    • Christina 11. März 2017 um 22:40 Uhr - Antworten

      Ich backe sie mit Heißluft. Liebe Grüße, Christina

  7. Sigrid Dengg 5. März 2017 um 21:29 Uhr - Antworten

    Liebe Christina! Ich verfolge immer deine neuesten Backideen. Ich finde es total super,was du da an guten Rezepten und Ratschlägen weitergibst.Hätte eine Bitte an dich! Möchte die Fastenbrezen probieren,und bräuchte bitte dieses Backmalz. Habe gelesen,das du es besorgen und schicken könntest. Glg.Sigrid

    • Christina 11. März 2017 um 22:46 Uhr - Antworten

      Liebe Sigrid!
      Bitte einfach in meinem Online Shop bestellen. Gutes Gelingen, Christina

  8. Martina 1. April 2017 um 13:24 Uhr - Antworten

    Hallo Christina!

    Haben heute deine leckeren Fastenbrezen mit den Ministranten gebacken! Es ist ein super Teig zum Vorbereiten, Backen und hat allen sehr gut geschmeckt. Lg aus dem sonnigen Innviertel Martina, Katja und die Minis

    • Christina 3. April 2017 um 10:22 Uhr - Antworten

      Super das freut mich liebe Martina!
      Viele liebe Grüße aus dem Lungau! Christina

  9. Martina Lassacher 17. Januar 2018 um 9:45 Uhr - Antworten

    Hallo Christina!
    Habe bei dir die Küchenmaschine von Kitchenaid gesehen. Möchte mir auch eine kaufen.
    Welches Fassungsvermögen hat dein Schüssel?
    Danke und liebe Grüsse

    • Christina Bauer 18. Januar 2018 um 11:13 Uhr - Antworten

      Liebe Martina!!
      Meine Schüssel hat ein Fassungsvermögen von 6,9 Liter. Liebe Grüße, Christina

  10. Brigitte nindler 14. Februar 2018 um 1:31 Uhr - Antworten

    Ich bräuchte dieses backmalz. Bin ich da richtig? Wie lange wirrd es dauern bis es ankommt!? Wie groß ist es und wieviel kostet es
    Freundliche Grüße aus Graz

  11. Doris Marksteiner 16. Februar 2018 um 10:55 Uhr - Antworten

    Hallo Christina!
    Ich habe vor Kurzem deine Fastenbrezn gemacht. Sie sind wirklich gut geworden. Ich wollte aber folgendes von dir wissen: alle Semmelteigrezepte schmecken am gleichen Tag wirklich frisch und köstlich, am nächsten Tag dann leider nicht mehr so! Wie mache ich das, wenn ich zB kleine Mengen frisch haben möchte? Den Teigling einfrieren und nächsten Tag im gefrorenen Zustand backen, den Teigling halb durchbacken, dann einfrieren und am nächsten Tag fertig backen oder den Teigling ganz backen, einfrieren und einfach auftauen lassen? Bei welcher Variante schmeckt das Gebäck dann am Besten?
    Bitte um deine Antwort!
    Vielen Dank:-)

    LG aus dem Waldviertel

    • Christina Bauer 20. Februar 2018 um 18:28 Uhr - Antworten

      Liebe Doris,
      am besten funktioniert das, wenn du die Semmerl fertig bäckst und nach dem Auskühlen gleich einfrierst.
      GLG aus dem Lungau!
      Christina

  12. Daniela Uhrik 17. Februar 2018 um 10:02 Uhr - Antworten

    Liebe Christina,
    Vielen herzlichen Dank für all die tollen Rezepte!!! Das muss mal wieder geschrieben werden…?
    Momentan werden die Fastenbeugerl, so heißen sie bei uns im Salzkammergut, Woche für Woche gebacken. …und jedesmal sind sie eine große Freude, wie alles andere auch.

    Viele liebe Grüße Daniela

    • Christina Bauer 17. Februar 2018 um 10:57 Uhr - Antworten

      Liebe Daniela,
      danke, über solche Kommentare freue ich mich natürlich immer sehr 🙂
      Viel Freude weiterhin beim Nachbacken und liebe Grüße aus dem Lungau ins schöne Salzkammergut,
      Christina

  13. Sabrina 22. Februar 2018 um 18:24 Uhr - Antworten

    Hallo muss ich das backmalz nehmen ?
    Oder geht’s auch ohne ?

    • Christina Bauer 23. Februar 2018 um 9:41 Uhr - Antworten

      Liebe Sabrina,
      ohne das Backmalz bekommen die Brezen nicht so eine schöne, bräunliche Farbe bzw. die Resche. Aber du kannst es natürlich auch weglassen…
      Gutes Gelingen und LG Christina

  14. Elfriede Kocher 6. März 2018 um 20:16 Uhr - Antworten

    Liebe Christina!

    Dein Fastenbrezenrezept ist super, hab sie grade gebacken zur Freude meiner Familie!

  15. Sandra 15. März 2018 um 12:49 Uhr - Antworten

    Hallo! Kann man den Teig auch am Vorabend vorbereiten und dann am nächsten Morgen erst die Brezen fertig machen? Danke!

    • Christina Bauer 20. März 2018 um 19:45 Uhr - Antworten

      Liebe Sandra,
      ja kannst du! Du musst ihn dann aber sehr kalt stehen lassen (Keller oder Kühlschrank) und auch gut zudecken (am besten gleich mit einem Deckel oder Frischhaltefolie). Wenn der Teig nämlich zu lange im Warmen steht, wird er sauer.
      Bevor du den Teig am nächsten Tag weiterverarbeitest, musst du ihn nochmal kurz im Warmen stehen lassen, damit er sich etwas erwärmt.
      Liebe Grüße
      Christina

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