Neues von Christina
Mit Tipps zum Backen und Geschichten aus meiner Backwelt.
Christina Bauer
Eine Bäuerin, die bäckt und bloggt.
Meine Backkurse
Und los geht’s mit dem selber Backen!
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Beeren – bezaubernde Sommer- Begleiter

13. Mai 2019
Saisonales

Wir alle kennen sie – unsere kleinen, feinen Begleiter durch die sommerlichen Monate: die Beeren. Im Wald, auf weiter Flur und an den Gartenzaun gekuschelt – sie sind allgegenwärtig. Wissenswertes über Tante Ribisel, Herrn Heidelbeere oder Königin Erdbeere sowie einfache und schnelle Rezepte für einen eindrucksvollen Auftritt der Herrschaften findet ihr in diesem Blog Artikel. Viel Spaß!

Immer eine runde Sache

Es ist Juni und auf einmal ändert sich das Angebot am Bauernmarkt schlagartig – die Bänke biegen sich vor Beeren und das den ganzen Sommer lang.

Dabei sind manche gemeinsam im Rennen – wie die Erdbeere und Himbeere – andere hingegen drücken sich die Staffel in die Hand – etwa die köstlich-süßen Walderdbeeren und die Brombeeren. Allein diese wohlklingenden Namen lassen die Geschmacksknospen schon in ganz persönlichen Erinnerungen schwelgen. Die Palatschinke bei der Oma, die im Sommer immer mit Heidelbeermarmelade gefüllt wurde, der letzte Himbeerschnaps beim Gipfelsieg, der gute Ribiselkuchen, den man immer gemeinsam mit der Mama aus dem Backrohr gezogen hat, oder die dunklen Finger vom Brombeerpflücken. Beeren gibt es in allen Farben und Formen und es ist für alle Geschmacksnerven etwas dabei.

 

Die beerige Wahrheit

Doch halt! Wir reden hier wie selbstverständlich von Beeren, dabei stimmt das genau genommen so gar nicht. Richtige, waschechte Beeren sind nämlich nur die Heidelbeeren, die Johannisbeeren, die Weinbeeren und Exoten wie Bananen, Kiwis oder Papayas. Botanisch gesehen sind Beeren nämlich Früchte mit einem einzigen Fruchtknoten, also eine Schließfrucht mit mehreren Samen. Spannend, dass da auch der Kürbis, die Gurke oder der Paprika darunterfallen. Wir werden uns aber trotzdem auf die beerigen Gesellen konzentrieren, die der Volksmund als solche bezeichnet und auch gerne nascht.

 

Kurzes Vergnügen

Früh haben unsere Vorfahren beim Jagen und Sammeln gelernt, dass Beeren lieber früher als später gegessen werden sollen. Auch heute halten sie sich, erst einmal gepflückt, nur wenige Tage, auch wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt werden. Darum hat man früh damit begonnen, sie zu konservieren. Die Produkte, die aus Beeren gewonnen werden, sind sehr mannigfaltig: Marmeladen, Beerenröster, getrocknete Früchte, Kuchen, Cremen, Smoothies, Mus, Kompott oder Knödel. Sie können so viele Gestalten und Formen annehmen, und immer schmecken sie ein bisschen anders. Die Profis und eingefleischten Beerenfans unter uns haben immer gleich mehrere Behälter mit ihren Lieblingsbeeren im Gefrierfach.

TIPP

Am besten friert man die Beeren zunächst auf einem mit Backpapier belegten Backblech für zwei bis drei Stunden ein und gibt sie erst dann in Gefrierdosen oder -beutel. So bleiben sie schön in ihrer Ursprungsform.

Meine Lieblingsbeeren

Steckbrief

Himbeeren

Erntezeit:
Juni – (max.) Oktober
Wie wächst sie:
Als Himbeerstrauch mit feinen Stacheln.
Was ist gesund?
Sie enthält Vitamin B1, B2, B6, C & E.
Aussehen:
Sie macht eine gute dunkelrosarote Figur, die aus vielen kleinen Kügelchen zusammengesetzt ist.
Wie schmeckt sie besonders gut?
Als „Heiße Liebe“.

Johannisbeere oder Ribisel

Erntezeit:
Juni – August
Wie wächst sie:
Als Strauch, der sich gerne an den Gartenzaun lehnt.
Was ist gesund?
Ribisel enthalten viel Vitamin C.
Aussehen:
An den Rispen wachsen viele rote süß-saure Kügelchen.
Wie schmeckt sie besonders gut?
Als Ribiselsaft.

Erdbeere

Erntezeit:
Juni – (max.) August
Wie wächst sie:
Als Pflänzchen direkt am Boden.
Was ist gesund?
Sie ist ein wahrer Jungbrunnen und senkt den Cholesterinspiegel.
Aussehen:
Weich, rot und seidig behaart zählt sie eigentlich zu den Rosengewächsen.
Wie schmeckt sie besonders gut?
Als Erdbeermarmelade.

Heidelbeere

Erntezeit:
Juli – September
Wie wächst sie:
Vielfältig: kriechend oder aufrecht als Zwergstrauch, Baum oder Strauch.
Was ist gesund?
Heidelbeeren sind eine heimische Alternative zum Superfood, denn sie enthalten viele Antioxidantien.
Aussehen:
Kugelige, fleischige, blaue Beeren
Wie schmeckt sie besonders gut?
Als Heidelbeerstrudel.

Brombeere

Erntezeit:
Juli – Oktober
Wie wächst sie:
Als Strauch in halbschattigen Lagen.
Was ist gesund?
Die Brombeerblätter helfen bei Durchfallerkrankungen.
Aussehen:
Aus der weiß-rosa Blüte entwickeln sich die Beeren, die aus Steinfrüchten zusammengesetzt sind. Genießbar sind sie aber erst, wenn sie bereits dunkelviolett-schwarz sind.
Wie schmeckt sie besonders gut?
Als Brombeerkuchen.

Sammeln und lagern

Das Pflücken von Beeren in der freien Natur hat weit mehr Reiz, als sie im Supermarkt zu kaufen. Es hat ein bisschen was von Osternesterlsuche, ein bisschen was von Eroberung und den Bonus, dass man dabei an der frischen Luft ist und es zu einer Aktivität für die ganze Familie machen kann. Ein Aufwand ist es aber auch, denn nicht überall findet man Beeren. Daher heißt die Devise „gewusst wo“. Favoriten sind selbstverständlich die Walderdbeeren, die Heidelbeeren oder Brombeeren. Der Profi-Beerenpflücker rückt mit einem luftigen Korb oder einer offenen Schale aus, da er ja weiß: Beeren brauchen Luft beim Lagern. Selbst im Sommer sind lange Ärmel zu empfehlen, denn viele Beeren schützen sich mit Stacheln, außerdem lauern ja auch Zecken stets um die Ecke. Empfehlenswert ist es dabei, eher ältere Kleidung zu wählen, da nicht nur die Finger, sondern auch das ganze Outfit leicht Verfärbungen abbekommen können. Wer jetzt noch eine Regenjacke mit im Gepäck hat, der ist perfekt ausgestattet für die Beerenjagd. Sollte sich doch einmal ein Beerenfleck einschleichen, helfen kohlensäurehaltiges Mineralwasser oder in späterer Folge auch Zitronensaft.
Aus dem Buch „Wühl dich glücklich“ von Andres Heistinger.

Beeren im Beet

Am besten schmecken Beeren natürlich immer frisch gepflückt, daher schadet es auch nicht, sie vor der eigenen Haustür anzubauen. Staudengewächse wie Himbeeren, Brombeeren oder Ribiseln schmiegen sich gerne an den Gartenzaun oder die -hütte an. Alternativ leistet auch ein Rankgerüst gute Dienste. Richtig kuschelig werden auch Sitzecken, die von den Beeren umgeben werden. Dann braucht man sich zum Pflücken nur kurz umdrehen. Wenn man sich für Erdbeeren entscheidet, sind 60 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen ein guter Abstand, damit sie sich auch gut ausbreiten können. Wer eine ganze Familie mit Erdbeeren durch die Saison bringen möchte, der sollte allerdings genügend Platz haben – für eine vierköpfige Familie sind acht Quadratmeter empfohlen. Darauf haben etwa 48 Jungpflanzen Platz, was18–24 Kilogramm Beeren gibt.
Aus dem Buch „Wühl dich glücklich“ von Andres Heistinger.

Beerige Rezepte

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Zutaten: Zucker, Eier, zimmerwarme Butter, Naturjoghurt, Weizenmehl 700, Backpulver, Ribisel
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Schwarzbeer – Schokotorte
Zutaten: Eier, Zucker, weiche Butter, Weizenmehl 700, Kakaopulver zum Backen, Backpulver, warmes Wasser, Topfen, Saft einer Zitrone, Sauerrahm, Schlagrahm, Sahnesteif, Schwarzbeeren - fein püriert, Schokolade, Kokosfett, fein passierte Marmelade, Schwarzbeeren und Schokolieren zum Verzieren
Schneller Heidelbeerkuchen
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Schneller Heidelbeerkuchen
Zutaten: Eier, Zucker, Öl, Weizenmehl 700, Backpulver, Milch, Salz, frische Schwarzbeeren
Himbeertorte
50 min
5 bei 1 Bewertung
Himbeertorte
Zutaten: Weizenmehl 700, Zucker, weiche Butter, Eier, Backpulver, Milch, Topfen, Saft einer halben Zitrone, Gelatine, Schlagobers, lauwarme Milch, pürierte Himbeeren, Beeren zum Verzieren
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Erdbeertorte
Zutaten: Eier, Zucker, weiche Butter, Weizenmehl 700, Backpulver, warmes Wasser, Speisetopfen, Zitronen (Saft), Sauerrahm, Schlagrahm, Sahnesteif, Erdbeeren, klein würfelig geschnitten, Erdbeeren, Tortengelee
Erdbeertorte einmal anders
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Erdbeertorte einmal anders
Zutaten: lauwarme Milch, Ei, Weizenmehl 700, Zucker, Salz, frische Germ, zimmerwarme Butter, Erdbeeren, in kleine Würfel geschnitten, geschmolzene Butter, Zimt, Maizena