Vom Kopf aufs Papier
Die Geschichte hinter meinem neuen Backbuch
Ich kann es kaum glauben: Ein Projekt, an dem rund ein Jahr lang getüftelt wurde, steht kurz vor dem Abschluss. Vor wenigen Wochen durfte ich zum ersten Mal ein Probe-Exemplar meines neuen Backbuchs in Händen halten. Ich freue mich wie eine Eischneekönigin, wenn ich daran denke, dass auch ihr bald darin blättern könnt. „Das Brotbackbuch“ enthält 128 Rezepte, jede Menge Tipps, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Wissenswertes rund um Brot und Gebäck. In diesen 352 Seiten steckt aber noch mehr: Herzblut, Kreativität und eine gehörige Portion Teamgeist. Mein neues Backbuch ist das Ergebnis eines harmonischen Zusammenspiels zwischen dem Löwenzahn Verlag, meinem einmaligen Team und euch. Ja, ihr habt richtig gelesen. Dass ich überhaupt erst auf die Idee gekommen bin, ein allumfassendes Brotbackbuch zu schreiben, habe ich euren Rückmeldungen zu verdanken.
Aus der Idee, ein umfassendes Buch übers Brotbacken zu schreiben, ist ein zeitloses Standardwerk geworden. Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Videos via QR-Code, Fakten zu Zutaten und Backtechniken und vieles mehr machen das Buch zu einem praktischen Alltagsbegleiter.
Kapitel 1
Die Idee wird geboren
Es ist gar nicht so leicht, genau zu sagen, wann der Entstehungsprozess für das neue Buch begonnen hat. Seit ich das erste Brotrezept online gestellt habe, vor allem aber seit dem Erscheinen meines ersten Backbuchs erreichen mich fast täglich Fragen und Anregungen: Wie funktioniert das mit dem Sauerteig genau? Warum gelingen meine Knopfsemmeln nicht so gut? Welches Getreide ist am besten für Brotteig geeignet? Die Rezepte und Tipps im Buch basieren auf diesen und noch viel mehr Fragen, die mir treue Leserinnen und Leser in den letzten Jahren gestellt haben. Vergangenen Sommer ist dann schlussendlich die Idee entstanden, nicht einzeln darauf zu antworten, sondern das Wissen mit allen zu teilen. Mein Team und ich waren uns schnell einig: Über Brot, Semmerln & Co. ist noch lange nicht alles gesagt.
Kapitel 2
Die (Zusammen-) Arbeit beginnt
Nach dem Entschluss, das sechste Backbuch in Angriff zu nehmen, starteten wir mit einer ersten internen Brainstorming-Runde. Gerade weil die Welt des Brotes schier unendlich ist, mussten wir zuallererst ein paar allgemeine Fragen klären: Welche Grundlagen müssen unbedingt ins Buch? Was für Klassiker dürfen nicht fehlen? Wie können wir Anfängerinnen und Anfänger abholen und gleichzeitig Neues für Backprofis bieten? Es folgten die ersten Gespräche mit dem Löwenzahn Verlag. Das Verlagsteam begleitet mich schon seit vielen Jahren bei meinen Projekten. Durch den intensiven Austausch mit den Verlagsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern wurden die vielen Ideen konkreter und die To-dos klarer. Nun war es an der Zeit, eine langjährige Partnerin ins Boot zu holen: Food-Fotografin Nadja Hudovernik. Mit Nadja an unserer Seite konnte die Produktion starten.
Kapitel 3
Let’s do this
Im vergangenen Herbst haben wir dann mit der konkreten Arbeit am Brotbackbuch begonnen. Und die gestaltete sich ganz schön vielseitig: an Rezepten tüfteln, ausprobieren, verfeinern, in Szene setzen, Hintergrundinformationen recherchieren … Und all das immer in enger Abstimmung mit dem Verlag. Nach einem arbeitsreichen Winter und Frühling war es dann Ende April endlich so weit: Das letzte Backwerk wurde fotografiert, die letzte Rezeptzeile geschrieben. Während mein Team und ich den Großteil der Arbeit damit hinter uns gebracht hatten, fing sie für den Löwenzahn Verlag erst so richtig an. Nun galt es, all die Fakten, Rezepte und Anleitungen in ein ansprechendes Layout zu bringen, Korrekturen vorzunehmen und schlussendlich den Druck vorzubereiten. Was mir sehr wichtig ist: Der gesamte Produktionsprozess basiert auf dem Cradle-to Cradle-Prinzip. Auf Deutsch heißt das so viel wie „von der Wiege zur Wiege“ und meint, dass alle für den Druck verwendeten Rohstoffe wieder in den biologischen Kreislauf zurückgeführt werden können.
Auch wenn ich den Prozess einer Buchproduktion mittlerweile schon ganz gut kenne, ist diese Zeit jedes Mal etwas ganz Besonderes. Die Nachricht, dass das frisch gebundene Buch erstmals durchgeblättert werden kann, hat sich auch diesmal angefühlt wie Weihnachten und Ostern zusammen.
Das Cradle-to-Cradle-Verfahren ist der derzeit höchste ökologische Standard in der Buchproduktion. Farben auf Pflanzenölbasis, Bio-Papier und eine klimapositive Produktion sorgen dafür, dass die Buchseiten theoretisch kompostiert werden könnten.
Das große Brotbackbuch
Ohne das großartige Team dahinter wären die vielen Ideen nie in dieser Form vom Kopf aufs Papier gekommen.