Christina Bauer
Eine Bäuerin, die bäckt und bloggt.
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Das Krapfen-1×1

20. Februar 2020
Back-Wissen
Dieser süßer Begleiter gehört zur Faschingszeit, wie der Schnee zum Winter – der Faschingskrapfen. Denn Fasching ist Krapfenzeit. Es gibt fast niemanden, der sich am Faschingsdienstag keine dieser flaumigen Germteigkugeln gönnt. Natürlich schmeckt er selbstgemacht am Besten.

Die richtige Pfanne

Am besten verwendet man eine Pfanne aus Edelstahl oder Gusseisen, da diese die Wärme am besten speichern. Eine Friteuse hat den Vorteil, dass die korrekte Ausbacktemperatur  genau eingestellt werden kann. Allerdings benötigt man dann wesentlich mehr Fett als in der Pfanne.

Das richtige Fett

Zum Ausbacken dürfen nur hitzebeständige Fette verwendet werden. Ein Maß dafür ist der Rauchpunkt – je höher der Rauchpunkt, desto hitzebeständiger ist das Fett.

Der Rauchpunkt soll des zum Ausbacken verwendeten Fetts soll mindestens 190 Grad betragen.

Fette & ihr Rauchpunkt:

  • Rapsöl (raffiniert): 220 °
  • Raffiniertes Sonnenblumenöl: 210-225 °
  • Butterschmalz: 210 °C
  • Kokosfett: 200 °C
  • Pflanzenfett: 200°C
  • Butter: 175°C

Die richtige Fett-Temperatur zum Ausbacken

Die richtige Temperatur des Fettes trägt sehr viel zum Gelingen der Krapfen bei.

Die Idealtemperatur zum Ausbacken der Krapfen beträgt 160 °C. Sie sollte unbedingt mit einem Thermometer immer wieder überprüft werden.

Fällt die Temperatur unter 150 °C dauert der Garvorgang zu lange, der Krapfen nimmt zu viel Fett auf und wird daher nicht knusprig.

Steigt die Temperatur über 190 °C bildet sich außen zu schnell eine harte Kruste und der Krapfen kann innen nicht mehr richtig garen.

... so gelingt ein schönes "Randl":

Ein „Randl“ erhält man u.a. durch die richtige Backtemperatur
und auch die ideale Menge an Fett in der Pfanne trägt dazu bei.

Rum gibt dem Krapfen nicht nur ein abgerundetes Aroma,
der Alkohol sorgt auch dafür, dass der Krapfen im Fett schwimmt,
dass sich die Poren des Teiges schneller verschließen und
dass der Krapfen nicht zu viel Fett aufnimmt.

Die wichtigsten Schritte bei der Herstellung des Krapfenteigs

1
Am besten funktioniert es, wenn alle Zutaten Zimmertemperatur haben. Ganz wichtig ist, dass die Butter nicht geschmolzen wird, sondern zimmerwarm/weich ist. Ansonsten wird der Teig zu weich.
2
Alle angegeben Zutaten genau abwiegen (auch die Flüssigkeiten).
3
Zuerst gibt man die Flüssigkeiten - Milch, Eier, Dotter und Rum - in eine Rührschüssel. Danach kommen das Weizenmehl, der Zucker, Salz, Germ und die Butter dazu.
4
Aus den Zutaten einen eher weichen Teig zubereiten. Mit dem Knethaken funktioniert das oftmals nicht so gut, daher verwende ich dazu lieber den "K-Haken". Die Knetzeit beträgt ca. 10 Minuten.
5
Den Teig anschließend zugedeckt rasten lassen.

Aus diesem Teig könnt ihr auch andere Krapfenvariationen herstellen....

Rezepte in Kooperation mit Spar Österreich

Ich wünsche euch gutes Gelingen und einen lustigen Fasching!

Eure Christina

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