Christina Bauer
Eine Bäuerin, die bäckt und bloggt.
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Mit Christina durchs Jahr

20. August 2026
Aus meinem Leben, Bücher

12 Monate, 12 Fragen

Ein Jahr steckt voller kleiner und großer Momente, Traditionen, Lieblingsrezepte und Geschichten. Passend zu meinem neuen Buch „Mit Christina durchs Jahr“ nehme ich euch mit durch die zwölf Monate – und beantworte zwölf ganz persönliche Fragen. Dabei geht es nicht nur ums Kochen und Backen, sondern auch um Familie, unseren Alltag am Bauernhof, die Arbeit hinter den Kulissen und natürlich das eine oder andere Hoppala.

September – Es geht los

Frage: „Mit Christina durchs Jahr“ erscheint im September. Was war dir besonders wichtig, dass die Leser spüren, wenn sie das Buch zum ersten Mal aufschlagen?

Christina:
Mir war wichtig, dass man das Buch aufschlägt und sich gleich denkt: Da ist für mich etwas dabei! Es soll kein Buch sein, das schön im Regal steht, sondern eines, das wirklich das ganze Jahr über in der Küche liegt. Mit Rezepten, die unkompliziert sind, gut schmecken und die man gerne für die Familie und Freunde macht.

Oktober – Herzenssache

Frage: Welches Rezept oder Kapitel im Buch liegt dir persönlich besonders am Herzen – und warum?

Christina:
Da eines herauszupicken, ist wirklich schwierig. Aber natürlich gibt es welche, mit denen man besondere Erinnerungen verbindet. Gerade die einfachen, traditionellen Sachen mag ich sehr gerne. Das sind oft genau die Rezepte, bei denen alle am Tisch sitzen und innerhalb kürzester Zeit nichts mehr übrig ist.

November – Hinter den Kulissen

Frage: Wie entsteht eigentlich so ein Buch bei dir – von der ersten Idee bis zum fertigen Rezept und Foto?

Christina:
Das ist tatsächlich ein ziemlich langer Weg. Ein großes Konzept gibt es bei mir dabei aber meistens gar nicht – vieles entsteht einfach aus dem Bauch heraus und entwickelt sich mit der Zeit. Was bei diesem Buch ganz besonders war, war der Wunsch, die verschiedenen Jahreszeiten auch in Bildern einzufangen. Und damit meine ich nicht nur die Rezepte, sondern vor allem auch, wie wir als Familie im Kreislauf der Jahreszeiten leben. Genau diese persönlichen Einblicke machen „Mit Christina durchs Jahr“ für mich zu etwas ganz Besonderem.

Dezember – Hoppala

Frage: Was war das größte oder lustigste Hoppala bei der Entstehung des Buches? Ist vielleicht auch einmal etwas komplett danebengegangen?

Christina:
Natürlich! Bei mir geht genauso etwas daneben wie bei jedem anderen auch.  Wenn etwas nicht auf Anhieb gelingt, schafft es das Rezept meistens gar nicht erst in ein Buch oder Magazin. Einen „Trutschn“, wie wir bei uns im Lungau zu einem Backmissgeschick sagen, versuche ich aber natürlich trotzdem noch irgendwie zu retten – denn zum Wegwerfen ist es meistens viel zu schade. Im Nachhinein kann man meistens darüber lachen – in dem Moment vielleicht noch nicht ganz so.

Jänner – Ganz privat

Frage: Gibt es ein Rezept im Buch, mit dem du eine ganz persönliche Erinnerung an deine Familie oder deine Kindheit verbindest?

Christina:
Essen oder bestimmte Rezepte sind ganz oft mit Erinnerungen verbunden. Manchmal braucht es nur einen bestimmten Duft und gedanklich ist man sofort wieder genau dort. In diesem Buch – und eigentlich auch ganz generell – ist das für mich wohl das Schöpserne. Es ist nicht nur ein herbstliches Traditionsgericht aus dem Lungau, sondern auch ein Gericht, das meine Schwiegermutter schon immer bei uns am Hof gekocht hat. Und mittlerweile ist es sogar das Lieblingsessen meiner Tochter. So werden Traditionen ganz automatisch von einer Generation an die nächste weitergegeben – und genau das finde ich besonders schön.

Februar – Lieblingszeit

Frage: Welcher Monat beziehungsweise welche Jahreszeit ist für dich kulinarisch die schönste – und warum?

Christina:
Puh, schwierig! Ich glaube, jede Jahreszeit hat etwas Besonderes. Im Frühling freue ich mich wieder auf frische Sachen, im Sommer darf es unkompliziert sein, im Herbst liebe ich die gemütlicheren Gerichte und in der Weihnachtszeit gehört Backen sowieso einfach dazu. Genau deshalb passt das Buch auch so gut zu mir – ich könnte mich nämlich gar nicht für eine Jahreszeit entscheiden.

März – Geburtstagsmonat

Frage: Der März ist dein Geburtstagsmonat – wie schaut ein perfekter Geburtstag für dich aus? Muss es eine große Feier sein oder genießt du lieber die kleinen Momente?

Christina:
Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass es gar nicht die großen Dinge braucht. Für mich ist es am schönsten, wenn wir als Familie zusammen sind, gemeinsam gut essen und einfach eine feine Zeit haben. Und natürlich darf an meinem Geburtstag auch etwas Süßes nicht fehlen. Wobei ich es an diesem Tag durchaus genieße, wenn einmal jemand anderer für mich bäckt.

April – Christina pur

Frage: Welches Rezept aus dem Buch beschreibt dich als Person am besten?

Christina:
Wahrscheinlich eines, das unkompliziert ist, nicht viel Schnickschnack braucht und trotzdem richtig gut schmeckt. Genau so koche und backe ich am liebsten. Es muss für mich nicht perfekt aussehen – viel wichtiger ist, dass es gelingt, schmeckt und man es gerne mit anderen gemeinsam isst.

Mai – Familienliebling

Frage: Welches Rezept aus dem Buch kommt bei deiner Familie am besten an – und wer ist dabei dein strengster Kritiker?

Christina:
Meine Familie und mein Team sind definitiv meine größten Kritiker – und das ist auch gut so. Da bekomme ich immer eine ehrliche Meinung und erfahre ziemlich schnell, ob ein Rezept wirklich gut ankommt oder ob noch etwas fehlt. Und wenn beim Verkosten plötzlich alle ganz still werden und nur noch gegessen wird, dann weiß ich meistens: Das Rezept kann so bleiben.

Juni – Sommerleicht

Frage: Wenn es draußen richtig warm wird: Was muss bei dir kulinarisch unbedingt zum Sommer dazugehören?

Christina:
Im Sommer mag ich es vor allem unkompliziert. Ich möchte nicht ewig in der Küche stehen, wenn draußen schönes Wetter ist. Die warmen Temperaturen machen uns definitiv zu Salattigern und Obstkuchenessern. So ganz ohne Backen geht es bei mir eben auch im Sommer nicht. Und außerdem darf ich ja unsere Gäste in den Ferienwohnungen jeden Morgen mit frischem Gebäck verwöhnen – das gehört bei uns zum Frühstück einfach dazu.

Juli – Urlaubsmodus

Frage: Wie schaut Kochen und Backen bei dir im Urlaub aus – stehst du auch dann gerne in der Küche oder darf sie einmal komplett kalt bleiben?

Christina:
Urlaub ist bei uns am Bauernhof immer so eine Sache. Da wir bei der Heuarbeit sehr vom Wetter abhängig sind, entscheiden wir meistens recht kurzfristig, ob und wann wir überhaupt wegfahren können. Und wenn es dann wirklich in den Urlaub geht, genieße auch ich es sehr, mich einfach einmal bekochen zu lassen. Nicht überlegen zu müssen, was es zu essen gibt, sondern sich einfach an den gedeckten Tisch zu setzen – ich glaube, das ist für uns Mamas im Urlaub eines der größten Geschenke.

August – Einmal durchs Jahr

Frage: Wenn du nach zwölf Monaten nur ein Rezept aus dem Buch zum absoluten „Mit Christina durchs Jahr“-Liebling küren dürftest – welches wäre es?

Christina:
Das ist jetzt aber wirklich gemein! Ich glaube, wenn man so lange an einem Buch arbeitet, hat man ganz viele Rezepte im Kopf. Aber wenn ich mich wirklich entscheiden müsste, wäre es Knödel mit Eierschwammerlsauce. Unkompliziert, richtig gut und trotzdem etwas Besonderes, weil Eierschwammerl eben nur eine gewisse Zeit Saison haben. Und frisch schmecken sie einfach am allerbesten – da freut man sich jedes Jahr wieder darauf.