Christina Bauer
Eine BÀuerin, die bÀckt und bloggt.
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BĂ€rlauch

2. April 2025
Saisonales
Mit dem FrĂŒhling hĂ€lt auch eine ganz besondere Zutat Einzug in unsere KĂŒchen: BĂ€rlauch! Dieses aromatische Wildkraut sorgt mit seinem intensiven Knoblauchduft und seinem leuchtenden GrĂŒn fĂŒr echte FrĂŒhlingsgefĂŒhle auf dem Teller. Ob als wĂŒrzige Zutat in Pestos, Suppen oder herzhaften Gerichten – BĂ€rlauch ist nicht nur vielseitig, sondern auch gesund. Doch woran erkennt man ihn beim Sammeln, wie lagert man ihn richtig und welche Köstlichkeiten lassen sich daraus zaubern? All das erfahrt ihr hier – inklusive meiner liebsten BĂ€rlauch-Rezepte zum Ausprobieren und Genießen.

Ein vielseitiges WildgemĂŒse

Von Ende Februar bis April sprießen die spitz zulaufenden, etwa 20 cm hohen BlĂ€tter aus dem Waldboden. BĂ€rlauch lĂ€sst sich aber auch im GemĂŒsebeet zĂŒchten. Ein feuchter, nĂ€hrstoffreicher Boden an einem schattigen oder halbschattigen Standort genĂŒgt, um die Pflanze im eigenen Garten anzusiedeln. Und das sollte man sich auch wirklich ĂŒberlegen, ist BĂ€rlauch doch ausgesprochen gesund.

Schon die alten Römer verwendeten den BĂ€rlauch als Heilpflanze. Das „heilsame Kraut“ (Herba salutaris) wurde eingesetzt, um hohen Blutdruck, Bronchitis oder MĂŒdigkeit zu kurieren. Außerdem erkannte man schon damals seine positive Wirkung bei Magen-Darm-Problemen. Noch heute wird die Pflanze bei Verdauungsbeschwerden, Bluthochdruck oder zur Entgiftung empfohlen. Der Grund: Frischer BĂ€rlauch enthĂ€lt viel Vitamin C, das das Immunsystem stĂ€rkt, Mineralstoffe wie Eisen oder Magnesium, Ă€therische Öle und schwefelhaltige AminosĂ€uren. Letztere sind fĂŒr den charakteristischen knoblauchartigen Geruch und Geschmack verantwortlich, der den BĂ€rlauch zu einer beliebten Zutat in der FrĂŒhlingskĂŒche macht. BlĂ€tter und StĂ€ngel lassen sich als GewĂŒrz, Aufstrichoder Pesto-Grundlage und sogar als Topping fĂŒr Brote und Weckerl verwenden.

Jedes Jahr aufs Neue freue ich mich auf die BĂ€rlauchsaison.

Christina Bauer

Das kleine BĂ€rlauch 1×1

Beim Sammeln von BĂ€rlauch solltet ihr ganz genau hinsehen. BĂ€rlauch kann leicht mit giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt werden. PrĂ€gt euch die Form des BĂ€rlauchblattes deshalb genau ein und achtet auf den typischen Geruch – Herbstzeitlose und Maiglöckchen riechen nicht nach Knoblauch!

Frischen BĂ€rlauch könnt ihr ein bis zwei Tage im KĂŒhlschrank aufbewahren. Dazu einfach die BlĂ€tter in feuchtes KĂŒchenpapier einwickeln und in das GemĂŒsefach des KĂŒhlschranks legen. Wenn ihr lĂ€nger etwas vom frĂŒhlingshaften Geschmack haben wollt, könnt ihr den BĂ€rlauch – im Ganzen oder kleingeschnitten – auch einfrieren. In der KĂŒhltruhe hĂ€lt er sich rund sechs Monate.

Nicht nur aus den BlĂ€ttern lassen sich Köstlichkeiten zaubern: Bevor der BĂ€rlauch im Mai zu blĂŒhen beginnt, solltet ihr einen Waldspaziergang machen und BĂ€rlauchknospen sammeln. Diese könnt ihr dann in Essig und GewĂŒrzen (zum Beispiel Pfefferkörner, Senfkörner, Salz) einlegen und in schmackhafte BĂ€rlauchkapern verwandeln. Diese schmecken hervorragend in Salaten oder als Brotbelag.

BĂ€rlauch sollet ihr immer grĂŒndlich reinigen. Durch das AbspĂŒlen mit heißem Wasser werden mögliche Verunreinigungen abgewaschen und dem Genuss steht nichts mehr im Wege.

Im Gegensatz zu anderen KrĂ€utern eignet sich BĂ€rlauch eher nicht zum Trocknen, da dabei wertvolle Aromastoffe verloren gehen. Um den BĂ€rlauchgeschmack zu konservieren, gibt es eine andere, tolle Methode: BĂ€rlauchöl. Dazu einfach frische BlĂ€tter in Olivenöl einlegen (stets darauf achten, dass alles mit Öl bedeckt ist, sonst droht Schimmelgefahr) und mehrere Wochen stehen lassen. Anschließend könnt ihr das schmackhafte Öl abseihen und in eine Flasche fĂŒllen.

Schon gewusst?

Trivialnamen
Waldknoblauch, Hexenzwiebel, Ramsen
Familie/Unterfamilie
AmaryllisgewÀchse/LauchgewÀchse
Saison
Ende Februar bis April
Fundort/Standort
feuchte, schattige Laub- und AuwÀlder/nÀhrstoffreiche Böden, schattig oder halbschattig
Inhaltsstoffe
Vitamin C, Mineralstoffe (Eisen, Mangan, Magnesium), Ă€therische Öle, AminosĂ€uren
Lagerung
KĂŒhl und trocken und am besten gleich weiterverarbeiten.