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Ein Geschenk von Herzen: der Striezel zu Allerheiligen

23. Oktober 2020
Saisonales
Der 1. November ist für uns ein besonderer Tag. Zu Allerheiligen kommt normalerweise immer die ganze Familie zusammen. Wir verbringen den Feiertag gemeinsam und gedenken unserer Verstorbenen. Es ist üblich, dass Firm- und Taufpaten ihren Patenkindern am 1. November einen Allerheiligenstriezel schenken. Das ist ein wunderschöner Zopf aus süßem Germteig – je nach Geschmack und örtlichem Brauch kommen noch ein paar Extras hinzu: Rosinen, Mandelsplitter, Hagelzucker, Mohn, Rum oder Zitronensaft. So wie das Osterlamm zu Ostern und die Weihnachtskekse zu Weihnachten gehören, so können wir uns Allerheiligen ohne den besonderen Striezel gar nicht vorstellen.

Der 1. November, Allerheiligen, ist ein christliches Fest. An diesem Tag denken wir an alle Heiligen. In vielen katholischen Ländern ist dieser Tag deshalb ein Feiertag. Der 2. November wird Allerseelentag genannt. An diesem Tag denken wir an all unsere Verstorbenen. Bereits am Nachmittag des 1. Novembers werden Gräber traditionell mit Lichtern geschmückt.

Antikes Brauchtum in neuem Gewand

Der Ursprung dieses Brauches liegt schon sehr weit zurück: In antiken Zeiten schnitt man sich die Haare ab, wenn man um Verstorbene trauerte. Der Striezel erinnert an diesen Haarzopf und stellt so ein Symbol der Trauer und des Andenkens dar. Außerdem war es üblich, armen Menschen zu Allerheiligen Brot zu schenken – auch in Form von Striegeln. An vielen Orten von Österreich bis Bayern und Ungarn werden bis heute Allerheiligenstriezel verschenkt – und das unter vielen verschiedenen Namen: Heiligenstriezel, Heiligenstritzel, Striegel, Allerseelenzopf, Seelenspitz, Seelenbrot, Seelenwecken oder Allerseelenbreze sind einige davon Ich nenne ihn meistens Heiligenstruzen!

TIPP

Zu viel Striezel zu Hause? Dann friert ihn am besten gleich ein! Wenn ihr wisst, dass nicht der ganze Striezel gleich gegessen wird, schneidet ihn in der Mitte auseinander: Dann könnt ihr die beiden angeschnittenen Enden anschließend aneinanderlegen und der Striezel trocknet nicht aus.

Knetet, formt und backt drauflos!

Besonders schön ist es, wenn der Striezel von den Paten selbst gebacken wird. Hier findet ihr das Rezept für den Allerheiligenstriezel, wie wir ihn in unserer Familie am liebsten haben.

TIPP

Falls ihr euren Allerheiligenstriezel schon einen Tag früher backen wollt, wickelt den ausgekühlten Striezel in ein Geschirrtuch – so hält er sich länger frisch. Auch in einem Papiersäckchen, das ihr wiederum in ein Kuchenbox steckt, ist der Striezel gut aufbewahrt.

3er, 4er oder 6er Zopf?

Bleibt nur noch eine Frage: Wie soll der Striezel denn aussehen? Euch stehen die Varianten mit 3, 4 oder 6 Strängen zur Auswahl. Natürlich wird das Flechten mit mehreren Strängen immer komplizierter – aber dafür sieht es auch umso schöner aus! Und Spaß macht das gemeinsame Zopfflechten sowieso. Probiert es einfach aus! Hier kommt ihr zu den einzelnen Kurzanleitungen, in denen ihr mir ganz genau auf die Finger schauen könnt.

Zopfen ganz einfach

mit Christinas Flechtanleitungen
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