Christina Bauer
Eine Bäuerin, die bäckt und bloggt.
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Schlagwort: Backwissen

Das große Brotbackbuch

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Das große Brotbackbuch

29. Januar 2024
Aus meinem Leben, Bücher
Im September erscheint mein sechstes Backbuch. „Das Brotbackbuch“ enthält alles, was man über Brot und Gebäck wissen muss. In einer sehr persönlichen Geschichte verrate ich euch, wie die Idee dazu entstanden ist, wer an der Produktion beteiligt ist und warum ihr alle irgendwie Co-Autorinnen und -Autoren seid.

Die Geschichte hinter meinem neuen Backbuch

Ich kann es kaum glauben: Ein Projekt, an dem rund ein Jahr lang getüftelt wurde, steht kurz vor dem Abschluss. Vor wenigen Wochen durfte ich zum ersten Mal ein Probe-Exemplar meines neuen Backbuchs in Händen halten. Ich freue mich wie eine Eischneekönigin, wenn ich daran denke, dass auch ihr bald darin blättern könnt. „Das Brotbackbuch“ enthält 128 Rezepte, jede Menge Tipps, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Wissenswertes rund um Brot und Gebäck. In diesen 352 Seiten steckt aber noch mehr: Herzblut, Kreativität und eine gehörige Portion Teamgeist. Mein neues Backbuch ist das Ergebnis eines harmonischen Zusammenspiels zwischen dem Löwenzahn Verlag, meinem einmaligen Team und euch. Ja, ihr habt richtig gelesen. Dass ich überhaupt erst auf die Idee gekommen bin, ein allumfassendes Brotbackbuch zu schreiben, habe ich euren Rückmeldungen zu verdanken.

Aus der Idee, ein umfassendes Buch übers Brotbacken zu schreiben, ist ein zeitloses Standardwerk geworden. Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Videos via QR-Code, Fakten zu Zutaten und Backtechniken und vieles mehr machen das Buch zu einem praktischen Alltagsbegleiter.

Christina Bauer

Kapitel 1

Die Idee wird geboren

Es ist gar nicht so leicht, genau zu sagen, wann der Entstehungsprozess für das neue Buch begonnen hat. Seit ich das erste Brotrezept online gestellt habe, vor allem aber seit dem Erscheinen meines ersten Backbuchs erreichen mich fast täglich Fragen und Anregungen: Wie funktioniert das mit dem Sauerteig genau? Warum gelingen meine Knopfsemmeln nicht so gut? Welches Getreide ist am besten für Brotteig geeignet? Die Rezepte und Tipps im Buch basieren auf diesen und noch viel mehr Fragen, die mir treue Leserinnen und Leser in den letzten Jahren gestellt haben. Vergangenen Sommer ist dann schlussendlich die Idee entstanden, nicht einzeln darauf zu antworten, sondern das Wissen mit allen zu teilen. Mein Team und ich waren uns schnell einig: Über Brot, Semmerln & Co. ist noch lange nicht alles gesagt.

Kapitel 2

Die (Zusammen-) Arbeit beginnt

Nach dem Entschluss, das sechste Backbuch in Angriff zu nehmen, starteten wir mit einer ersten internen Brainstorming-Runde. Gerade weil die Welt des Brotes schier unendlich ist, mussten wir zuallererst ein paar allgemeine Fragen klären: Welche Grundlagen müssen unbedingt ins Buch? Was für Klassiker dürfen nicht fehlen? Wie können wir Anfängerinnen und Anfänger abholen und gleichzeitig Neues für Backprofis bieten? Es folgten die ersten Gespräche mit dem Löwenzahn Verlag. Das Verlagsteam begleitet mich schon seit vielen Jahren bei meinen Projekten. Durch den intensiven Austausch mit den Verlagsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern wurden die vielen Ideen konkreter und die To-dos klarer. Nun war es an der Zeit, eine langjährige Partnerin ins Boot zu holen: Food-Fotografin Nadja Hudovernik. Mit Nadja an unserer Seite konnte die Produktion starten.

Kapitel 3

Let’s do this

Im vergangenen Herbst haben wir dann mit der konkreten Arbeit am Brotbackbuch begonnen. Und die gestaltete sich ganz schön vielseitig: an Rezepten tüfteln, ausprobieren, verfeinern, in Szene setzen, Hintergrundinformationen recherchieren … Und all das immer in enger Abstimmung mit dem Verlag. Nach einem arbeitsreichen Winter und Frühling war es dann Ende April endlich so weit: Das letzte Backwerk wurde fotografiert, die letzte Rezeptzeile geschrieben. Während mein Team und ich den Großteil der Arbeit damit hinter uns gebracht hatten, fing sie für den Löwenzahn Verlag erst so richtig an. Nun galt es, all die Fakten, Rezepte und Anleitungen in ein ansprechendes Layout zu bringen, Korrekturen vorzunehmen und schlussendlich den Druck vorzubereiten. Was mir sehr wichtig ist: Der gesamte Produktionsprozess basiert auf dem Cradle-to Cradle-Prinzip. Auf Deutsch heißt das so viel wie „von der Wiege zur Wiege“ und meint, dass alle für den Druck verwendeten Rohstoffe wieder in den biologischen Kreislauf zurückgeführt werden können.

Auch wenn ich den Prozess einer Buchproduktion mittlerweile schon ganz gut kenne, ist diese Zeit jedes Mal etwas ganz Besonderes. Die Nachricht, dass das frisch gebundene Buch erstmals durchgeblättert werden kann, hat sich auch diesmal angefühlt wie Weihnachten und Ostern zusammen.

Das Cradle-to-Cradle-Verfahren ist der derzeit höchste ökologische Standard in der Buchproduktion. Farben auf Pflanzenölbasis, Bio-Papier und eine klimapositive Produktion sorgen dafür, dass die Buchseiten theoretisch kompostiert werden könnten.

Löwenzahn Verlag

Das große Brotbackbuch

Schon bald könnt auch ihr meinem neuen Brotbackbuch schmökern, euer Backwissen auffrischen und euch von den über 120 Rezepten inspirieren lassen. Ich würde mich freuen, wenn mein neues Buch zu einem praktischen Alltagsbegleiter wird, der euch eure Back-Sessions verschönert. Auch wenn auf dem Cover mein Name steht, ist das Buch ein Gemeinschaftsprojekt.

Ohne das großartige Team dahinter wären die vielen Ideen nie in dieser Form vom Kopf aufs Papier gekommen.

Das Baguette 1×1

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Das Baguette 1×1

2. August 2022
Backwissen
C’EST BON

In diesem Blogbeitrag tauchen wir passend zum Sommer in die so vielfältige Welt des Baguettes ein. Im Grunde ist es wunderbar einfach, kann aber gleichzeitig mit ein wenig Kreativität zu etwas ganz Besonderem werden. Daher zählt es zu meinen absoluten Lieblingen. Ich habe euch die besten Rezepte für gelungene Baguette-Variationen zusammengetragen und das Formen Schritt für Schritt erklärt.

Alle Guten Dinge sind 3

Einfache Zutaten für ein unbestrittenes Highlight in der Backwelt

1. Flüssigkeit

Für das Grundrezept des Baguettes wird Flüssigkeit benötigt. Klassischerweise
denken wir dabei direkt an Wasser. Es können aber auch noch andere Zutaten mit Wasser gemischt werden. Die Liste ist lang und beinhaltet Joghurt, Milch,
Buttermilch, Bier und noch viele weitere mögliche Produkte. Hierbei sind Erfindungsreichtum sowie der persönliche Geschmack gefragt.

2. Mehl

Wie auch bei der Flüssigkeit gibt es bei der Auswahl des Mehls wieder viele
Möglichkeiten. Weizenmehl 700 oder Dinkelmehl 700 eignen sich am besten. Dabei können auch 30 % des Mehls durch Vollkornmehl ersetzt werden. Achtung: Die Flüssigkeitsmenge erhöht sich dann aber von 330 g auf 380 g. Für Abwechslung können ein Körndlmix (maximal 40 g), diverse Gewürze oder getrocknetes Gemüse im Teig sorgen. Wie ihr seht, lädt das Baguette zum Experimentieren ein.

3. Dauer

Je nach Vorliebe und verfügbarer Zeit kann der Baguette-Teig unterschiedlich zubereitet werden. Für alle, die wenig Zeit haben: 10 g Germ in warme Flüssigkeit geben und der Teig hat eine Rastzeit von einer guten halben Stunde. Für alle die mehr Zeit haben, ist die Über-Nacht-Gär-Methode meine Empfehlung. Dafür werden nur 2,5 g Germ benötigt. Der Teig muss dann aber 10 bis 12 Stunden gut abgedeckt rasten. Ich verwende dafür meine Abdeckhaube, damit der Teig nicht austrocknen kann. Die dritte Möglichkeit kommt ganz ohne Germ aus, und zwar durch die Verwendung von Weizensauerteig.

Mein Grundrezept für euch

Damit gelingt Baguette sicher

Baguette

4.9 bei 594 Bewertungen
1 h 20 min
Germteig
Heißluft
210 Grad
20 min

Zutaten

für 3 Baguettes
Teig
300 g
lauwarme Milch
300 g
lauwarmes Wasser
1 kg
Weizenmehl 700
20 g
Salz
20 g
frische Germ
20 g
zimmerwarme Butter

Heute hab ich mal wieder ein ganz klassisches, alltägliches Rezept für euch – denn wie oft braucht man auf die Schnelle mal einen „Strutzen“ Weißbrot? Egal ob zum Frühstück, zum Mittagessen oder auch zum Jausnen – Baguette geht wirklich zu jeder Tageszeit.

Zubereitung

  1. Für den Germteig (>Germteig 1×1) zuerst Milch und Wasser in eine Rührschüssel geben. Anschließend Mehl, Salz, Germ und am Schluss die zimmerwarme Butter dazugeben. 5–10 Minuten lang zu einem glatten Teig kneten und diesen ca. 20 Minuten zugedeckt rasten lassen.

  2. Den Teig in drei Teile teilen, diese zu Baguettes formen und auf einem Baguetteblech oder auf einem Backblech nochmals ca. 10 Minuten rasten lassen. Danach die Brote je nach Wunsch schräg einschneiden, mit Wasser besprühen und mit Mehl stauben.

  3. Im vorgeheizten Ofen bei 210 Grad Heißluft mit viel Dampf ca. 20 min backen.

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Schritt für Schritt Anleitung

Die Zubereitung des perfekten Baguettes wirkt im ersten Moment schwierig. Doch wie so oft täuscht der erste Eindruck. Schritt für Schritt erklärt, ist selbst das Falten des Teiges ein Kinderspiel. Die ersten beiden Schritte sind selbsterklärend. Die bereitstehenden Zutaten zusammenmischen und für die gewünschte Zeit rasten lassen. Ist die Ruhezeit des Teiges vorbei, kommen wir zum wohl wichtigsten Punkt: Façonnage bzw. – auf Deutsch – der Formgebung.

1. Schritt

Zu Beginn den Teig gleichmäßig aufteilen und auf eine bemehlte Fläche geben, damit der Teig beim Falten nicht anklebt.

2. Schritt

Mit viel Gefühl nun den Teigling flachdrücken. Die Form sollte, wie auf dem Bild, leicht viereckig sein, dadurch wird das Falten einfacher.

3. Schritt

Nun heißt es falten. Die jeweils gegenüberliegenden Ecken nehmen und zur Mitte hin falten. Anschließend die Mitte leicht festdrücken.

4. und 5. Schritt

Den dritten Schritt zwei- bis dreimal wiederholen, damit das Baguette die typische Struktur im Inneren bekommt.

6. Schritt

Nun den gefalteten Teig in die gewohnte längliche Form des Baguettes bringen.

7. Schritt

Teig in ein Gärkörbchen oder eine andere passende längliche Aufbewahrungsform geben, noch einmal 45 bis 60 Minuten rasten lassen.

8. Schritt

Fast fertig! Den Teig nach der letzten Ruhephase aus dem Garkörbchen nehmen und auf ein passendes Baguette-Blech oder normales Backblech legen.

Letzter Schritt

Abschließend wird das Baguette noch ca. 1 cm tief schräg eingeschnitten. Die Schnitte sollten sich dabei ca. 1/3 überlappen. Danach geht’s ab in den Backofen.

Fertig ist das perfekte Baguette.

Schon gewusst?

Habt ihr gewusst, dass die Form des klassischen Baguettes genau festgelegt ist? Dabei muss das Baguette eine Länge zwischen 55 und 65 cm und eine Dicke zwischen 6 und 8 cm haben. Das Gewicht liegt bei 250 g. Das „Baguette de Tradition“ darf nur aus Weizenmehl, Germ, Salz und Wasser hergestellt werden. Es sind keine weiteren Zusatzstoffe erlaubt.

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