Christina Bauer
Eine Bäuerin, die bäckt und bloggt.
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Der Rhabarber

6. Mai 2021
Saisonales

Fruchtiger Frühlingsbote mit besonderer Geschmacksnote

Mit dem Rhabarber ist es ja so eine Sache. Manche Menschen lieben ihn heiß und innig, anderen wiederum ist er zu sauer oder sie wissen nicht so recht, wie sie ihn richtig zubereiten können. Ich finde ihn ja gerade wegen seines besonderen Geschmacks, der so prickelnd süß-säuerlich ist, ganz besonders spannend und in Kombination mit etwas Süßem einfach nur köstlich. Da er immer nur saisonal begrenzt verfügbar ist, nutze ich jede Gelegenheit, um etwas mit Rhabarber zu machen. Sei es einen Streuselkuchen, eine Torte mit Schneehaube (übrigens mein Rhabarber-Lieblingsrezept) oder auch einfach mal ein Kompott – zu einem Grießschmarren wirklich sehr zu empfehlen!

Für Fans, aber auch Skeptiker, habe ich hier allerlei Wissenswertes rund um den Rhabarber und natürlich auch meine Lieblingsrezepte gesammelt.

Das Obst unter dem Gemüse

Hättet ihr’s gewusst?

Rhabarber ist gar kein Obst, sondern ein Blattgemüse! Er ist mit dem Sauerampfer verwandt. Seine Blätter sind allerdings ungenießbar und man kann nur seine Stängel essen. Wer es mag, kann sie sogar in kleinen Mengen roh verputzen. Weil besonders die größeren Exemplare manchmal recht faserig sein können, empfiehlt es sich, diese vor dem Backen oder Kochen zu schälen bzw. die Fasern, ähnlich wie beim Stangensellerie, abzuziehen.

Rhabarber einfrieren

Wenn ihr in eurem Garten einen üppig wachsenden Rhabarber habt, der mehr Ernte hergibt, als ihr gleich vernaschen könnt, dann friert seine in feine Stücke geschnittenen Stiele einfach ein! Ihr könnt ihn später auch wunderbar mit Erdbeeren, Himbeeren oder Ribiseln kombinieren.

Rhabarber Steckbrief

Erntezeit
April bis Juni
Wie wächst er?
Rhabarber ist eine mehrjährige, ziemlich pflegeleichte Pflanze, die bis zu 10 Jahre am gleichen Standort gedeiht. Ein bisschen Schatten macht ihm dabei auch nichts aus, nur feucht und nährstoffreich sollte der Boden sein.
Was ist gesund?
Rhabarber liefert eine ordentliche Portion Vitamin C und A und jede Menge Calcium und Kalium.
Aussehen
Vom Rhabarber sind nur die Stiele essbar. Es gibt Sorten mit rötlich bis pinken oder grünen Stielen. Die Blätter sind wegen ihres hohen Anteils an Oxalsäure giftig.
Wie schmeckt er besonders gut?
Bei uns wird er vor allem wie Obst für Kuchen, Marmeladen, Saft oder Kompott verwendet.

Ernten mit einem Twist

Wenn ihr euren eigenen Rhabarber aus dem Garten holen könnt, dann solltet ihr die Stiele nicht abschneiden, weil die Schnittstellen sehr anfällig für Fäulnis oder das Eindringen von Krankheitserregern sind. Packt also den Stiel unten, wo er aus der Erde kommt, mit der Hand und zieht ihn mit einer leichten Drehbewegung heraus. Am besten schmecken die dünneren Stiele, sie sind besonders saftig und zart. Erntet also lieber immer wieder ein bisschen ab und lasst den Rhabarber nicht zu dick werden. Achtet auch beim Einkaufen auf die Qualität und nehmt dünnere, feste Rhabarberstangen.

 

Sauer macht lustig

Rhabarber bringt nicht nur Geschmack und Farbe in die Frühlingsküche, er hat es auch ganz schön in sich. Ein richtig vielseitiges Allroundtalent mit einer positiven Wirkung auf unsere Gesundheit. Ursprünglich aus der Himalaya-Region stammend, wurde er in Europa zuerst als Heilpflanze genutzt. Er ist blutreinigend, verdauungsfördernd und obendrein sorgen seine Inhaltsstoffe für gute Laune.

 

Hinweis: Die Oxalsäure, die in den Blättern enthalten ist, und diese ungenießbar macht, findet sich in den Stielen nur in unbedenklicher Menge. Wer Nierenprobleme hat, sollte dennoch lieber auf Rhabarber verzichten.

Wem Rhabarber zu sauer ist, der sollte ihn möglichst zu Beginn der Saison genießen und rote Sorten bevorzugen. Je später er geerntet wird, umso mehr Säure enthält er.