HomeBlogKirschen: Von der Blüte bis zur Frucht ein Traum!
HomeBlogKirschen: Von der Blüte bis zur Frucht ein Traum!

Kirschen: Von der Blüte bis zur Frucht ein Traum!

22. Juli 2021
Saisonales
Kirschen sind für mich ein absolutes Highlight im Erntejahr! Direkt frisch vom Baum genascht, gibt es kaum ein Obst, das mehr nach Sommer, Sonne und guter Laune schmeckt, als die knallroten Kraftpakete. Schon als Kind konnte ich es kaum abwarten, bis sich das Grün der Früchte endlich in das herbeigesehnte Kirschrot verwandelt hatte. Nichts konnte mich dann davon abhalten, auf der Leiter in die Höhe zu klettern und zu naschen, bis die Hände vom Kirschsaft rot und der Bauch bis zum Platzen voll war. Ganz zu schweigen von der Freude beim Kirschkernweitspucken mit den Nachbarskindern!

Kirschkerne, die beim Entsteinen anfallen, kann man wunderbar zum Füllen von selbst gemachten Kirschkernkissen verwenden. Wichtig ist nur, dass sie ganz sauber und wirklich trocken sind. Am besten auf einem Tablett oder einem Stofftuch ausbreiten und in der Sommersonne trocknen lassen!

KIRSCHEN

STECKBRIEF

Kirschen

Kirschen gehören zur Familie der Rosengewächse und lassen sich grundsätzlich in Süß- und Sauerkirschen, bei uns auch Weichseln genannt, unterscheiden.
Erntezeit
Mitte Juni bis August
Wie wachsen sie?
Kirschen zählen wie Marillen oder Zwetschken zum Steinobst. Ursprünglich stammen sie aus Asien. Kirschbäume lieben sonnige und luftige Standorte und brauchen für die Bestäubung einen anderen Kirschbaum in der Nähe. Sauerkirschbäume bleiben kleiner, wachsen dafür aber schneller und können bis zu 25 Jahre alt werden. Süßkirschbäume wachsen zwar langsamer, aber dafür höher und können 55 Jahre und älter werden.
Was ist gesund?
Kirschen sind richtige Kraftpakete und liefern unzählige Mineralstoffe und Vitamine. Auch Folsäure steckt in ihnen drin. Der rote Farbstoff, der für ihr unwiderstehliches Aussehen verantwortlich ist, wirkt außerdem entzündungshemmend.
Sorten
Es gibt hunderte verschiedene Sorten von Süß- und Sauerkirschen. Dabei müssen sie nicht immer dunkelrot sein. Gelbe, hellrote oder bunte Kirschen, die halb gelb, halb rot sind, bieten nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich eine wunderbare Vielfalt.
Wie schmecken sie besonders gut?
Kirschen sind vielseitig verwendbar. Frisch als Kuchenbelag, eingelegt als Kompott oder zu Marmelade verarbeitet, oder in flüssiger Form als Saft oder Likör machen sie das ganze Jahr was her.

Augenweide und Glücksbringer

Vor allem in Japan ist die Zeit der Kirschblüte ein Volksfest, weil damit der Frühlingsbeginn eingeläutet wird. Auch bei uns blühen die ersten Kirschbäume bereits im April und sorgen mit ihrer Blütenpracht für eine Augenweide. Bis zu einer Million Blüten in Weiß bis Rosa können sich auf einem ausgewachsenen Kirschbaum entfalten und unzählige Bienen und andere Bestäuber anlocken. Bei uns werden traditionell am 4. Dezember (Tag der Hl. Barbara) die so genannten Barbara-Zweige vom Kirschbaum geschnitten und in eine Vase gestellt. Bis zum 24. Dezember öffnen sich dann die wunderschönen Blüten und dienen nicht nur als Schmuck, sondern sollen dem Volksglauben nach auch Glück bringen.

Zart und empfindlich

Kirschen sind sehr sensibel, vor allem die dünne Kirschhaut neigt zum Aufplatzen. Schon ein starker Sommerregen kann die Früchte beschädigen und zu vorzeitigem Verderben führen. Deshalb müssen auch bereits geerntete Kirschen möglichst schnell vernascht oder verarbeitet werden. Wenn ihr Kirschen kurz lagern möchtet, dann immer im Kühlschrank und unbedingt mit Stiel.

 

Bunte Kugeln am Baum

Ja, richtig gelesen. Zwar haben wir alle das typische Bild einer Kirsche mit dunkelroter Farbe vor Augen, doch es gibt auch gelbe oder so genannte rotbunte Kirschen, die gelbrot sind und ihren Kolleginnen geschmacklich in nichts nachstehen. Leider werden diese Sorten immer seltener angebaut, weshalb es sich lohnt, beim Pflanzen eines neuen Kirschbaums die Augen offen zu halten und bewusst eine dieser Raritäten auszuwählen.

 

Die edle Kirsche

Ihr kennt das Sprichwort: „Mit dem ist nicht gut Kirschen essen“? Diese Redewendung stammt aus dem Mittelalter. Kirschen waren eine seltene und teure Delikatesse, ihr Verzehr also vor allem der reichen Bevölkerung vorbehalten. Wollte nun das einfache Volk auch einmal beim Kirschenessen mitnaschen, kam es zu Auseinandersetzungen und die ungebetenen Gäste wurden mit Kirschkernen und -stielen bespuckt, bis sie das Weite suchten.

Manchmal kommt man einfach nicht dazu, die Kirschernte gleich zu verarbeiten. Damit bloß keine dieser Kostbarkeiten verdirbt, ist Einfrieren die beste Wahl. Vorher gut abwaschen und entsteinen, dann auf einem Tablett aufgelegt anfrieren und erst dann gesammelt in ein Gefäß oder Sackerl geben, dann kleben sie nicht zusammen und lassen sich später portionsweise entnehmen.

 

Die Qualität von Kirschen kann man sehr gut am Stiel erkennen. Beim Kauf von Kirschen immer darauf achten, dass dieser noch dran ist und saftig grün aussieht. Das ist ein Merkmal für Frische. Weil Süßkirschen so empfindlich sind, ist ihre Ernte nach wie vor fast ausschließlich Handarbeit!

Christinas liebste Kirsch-Rezepte