Christina Bauer
Eine Bäuerin, die bäckt und bloggt.
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Kategorie: Zutaten

Alles Käse

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Alles Käse

21. Januar 2026
Zutaten
Manche Dinge machen einfach alles besser: Sonnenschein, Schokolade oder gute Freunde zum Beispiel. Und natürlich: Käse! Backwerke, die mit Käse verfeinert, überbacken oder gefüllt wurden, sind einfach unschlagbar. Ja, manchmal wünscht man sich sogar, auch das Leben hier und da mit etwas Käse überbacken zu können. Daran arbeite ich aber noch. Für den Anfang präsentiere ich euch erst einmal meine liebsten Käserezepte. Außerdem gibt’s Wissenswertes zu Herstellung, Geschichte und Inhaltsstoffen.

Käse ist nicht gleich Käse

Weltweit gibt es rund 5.000 verschiedene Käsesorten, die sich durch Farbe, Form und Geschmack deutlich voneinander unterscheiden. Verantwortlich für diese Vielfalt sind unterschiedliche Verfahren bei der Käseherstellung. Bereits beim Dicklegen der Milch wird eine grundlegende Entscheidung getroffen: Gibt man Milchsäurebakterien hinzu, entstehen Frischkäse und Sauermilchkäse. Durch die Zugabe von Lab (einem speziellen Enzymgemisch) wird der Großteil der klassischen Käsesorten gewonnen. Und dann wäre da noch der Rohmilchkäse, der aus unbehandelter Milch entsteht.

Durch unterschiedliche Verfahren beim Zerkleinern, Abschöpfen und Würzen erhält der Käse schließlich seinen individuellen Charakter. Dieser entfaltet sich dann während des Reifeprozesses. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftaustausch und spezielle Pflege (Bürsten, Wenden etc.) spielen hierbei eine entscheidende Rolle und bestimmen Beschaffenheit, Würze und Intensität.

Löcher

Eine Frage haben wir uns beim Jausnen wohl alle schon einmal gestellt: Wie kommen eigentlich die Löcher in den Käse? Die Antwort: Das kommt drauf an. Verantwortlich für die größeren Löcher bei Emmentaler & Co. sind nicht etwa Mäuse im Reifekeller, sondern Propionsäurebakterien. Während der Reifung bilden diese Bakterien Kohlendioxid, das nicht entweichen kann. So entstehen im Inneren Hohlräume, die wir später als Löcher wahrnehmen. Kleinere Löcher, wie zum Beispiel beim Tilsiter oder Mondseer, entstehen hingegen schon bei der Verarbeitung. Bei diesen Sorten wird der Käse nicht so fest gepresst und behält seine „löchrige“ Textur

Götter

Woher der Käse genau kommt, kann nicht mit hundertprozentiger Sicherheit gesagt werden. Legenden zufolge soll Käse gar ein Geschenk der Götter sein. Vermutet wird, dass er vor mehreren Tausend Jahren zufällig in Mesopotamien entstanden ist. Es soll damals üblich gewesen sein, den Göttern frische Milch zu opfern. Die Priester hätten diese einige Tage stehen lassen. In dieser Zeit haben Milchsäurebakterien wohl ihre Arbeit verrichtet und Sauermilchkäse daraus werden lassen. Irgendwann dürfte ein Priester davon gekostet und den Geschmack für gut befunden haben. Einer anderen Theorie zufolge gibt es Käse schon wesentlich länger. Demzufolge sollen steinzeitliche Jäger eigenartige Klumpen in den Mägen von frisch erlegten Wiederkäuern gefunden und diese probiert haben. Ziemlich verrückt, aber vielleicht ist ja etwas dran. Fest steht jedenfalls, dass es Käse schon sehr lange gibt. Der antike Arzt Hippokrates, auf den Medizinerinnen und Mediziner heute noch schwören, verschrieb Käse sogar als Heilmittel und hob die positive Wirkung auf die Gesundheit hervor.

Körper

Ob Käse tatsächlich gesund ist oder nicht, hängt wie so oft von der Art, vor allem aber von der Menge ab. Generell gilt: „Weißer“ Käse, wie zum Beispiel Hüttenkäse oder Frischkäse, ist etwas gesünder als „gelber“ Käse, der nicht nur kalorienreich sein, sondern auch Salze und gesättigte Fettsäuren enthalten kann. Die österreichische Ernährungspyramide listet Käse auf Stufe vier und empfiehlt, täglich zwei Portionen weiße und eine Portion gelbe Milchprodukte zu essen. Eine Portion Hüttenkäse entspricht etwa 200 Gramm, eine Portion Käse etwa 50–60 Gramm. Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass im Käse zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe stecken. Das enthaltene Eiweiß macht Käse, allen voran fettarme Sorten, bei Sportlerinnen und Sportlern beliebt. Außerdem punktet der Käse mit Mineralstoffen und Spurenelementen, vor allem Kalzium, und Vitaminen.

Was für ein Käse!

Käse galt früher als einfaches, billiges und deshalb nicht sehr hochwertiges Nahrungsmittel. Deswegen erhielt das Wort mit der Zeit auch eine negative Bedeutung. Wir kennen das: Noch heute redet jemand „Käse“, wenn Unsinn verzapft wird.

Weitere Rezeptideen

45 min
5 bei 16 Bewertungen
Tomaten Mozzarella Schiffchen
Zutaten: lauwarmes Wasser, Weizenmehl 700, Salz, Backmalz , frische Germ, getrocknete Tomaten, grünes Pesto, Mozzarella, geriebener Parmesan, Pizzagewürz, Sesam, getrocknete Kräuter
40 min
5 bei 30 Bewertungen
Glücksbringer
Zutaten: lauwarme Milch, Weizenmehl 700, Salz, frische Germ, zimmerwarme Butter, geriebener Käse, Paprikapulver
35 min
4.9 bei 20 Bewertungen
Frühstückswraps
Zutaten: Weizenmehl 700, lauwarmes Wasser, Öl, Backpulver, Salz, etwas Öl & Butter, Eier, Käsescheiben, Tomatenscheiben, frischer Spinat, Salz und Pfeffer
35 min
4.9 bei 57 Bewertungen
Wraps
Zutaten: Weizenmehl 700, lauwarmes Wasser, Öl, Backpulver, Salz, etwas Öl, Frischkäse, Schinkenscheiben, Käsescheiben od. Mozzarella, Vogerlsalat, Paprikastücke, Tomatenscheiben,
70 min
4.9 bei 104 Bewertungen
Pizza Schnecken
Zutaten: lauwarme Milch, lauwarmes Wasser, Weizenmehl 700, Salz, frische Germ, Backmalz, Schinken, Käse gerieben, Sauerrahm, Paprika
85 min
4.9 bei 99 Bewertungen
Schinken-Käse-Stangerl
Zutaten: lauwarme Milch, lauwarmes Wasser, Weizenmehl 700 / Dinkelmehl 900, Salz, Backmalz, zimmerwarme Butter, frische Germ, fein geschnittener Schinken, geriebener Käse, Paprika (in kleine Würfel geschnitten), Frischkäse, frische Kräuter nach Belieben
60 min
4.8 bei 17 Bewertungen
3 Käse Fladenbrot
Zutaten: Milch, Weizenmehl 700, Salz, Germ, Mozzarellla, geriebener Bergkäse, Paprika, Frischkäse
100 min
4.9 bei 53 Bewertungen
Spinat Schifferl
Zutaten: Wasser, Weizenmehl 700, Salz, frische Germ, Backmalz, Öl, Zwiebel, frischer Spinat, Frischkäse, Pfeffer, Parmesan
150 min
4.9 bei 17 Bewertungen
Fladenbrot mit Frischkäse & Tomaten
Zutaten: lauwarmes Wasser, Weizenmehl 700, Salz, frische Germ, zimmerwarme Butter, Frischkäse, rote und gelbe Tomaten, frisches Basilikum, Olivenöl
90 min
4.9 bei 103 Bewertungen
Mini-Knusperkäsestangerl
Zutaten: lauwarme Milch, lauwarmes Wasser, Weizenmehl 700, zimmerwarme Butter, geriebener Käse, Salz, frische Germ
80 min
5 bei 264 Bewertungen
Käsestangerl
Zutaten: lauwarmes Wasser, Weizenmehl 700, Salz, Backmalz, zimmerwarme Butter, frische Germ, geriebener Käse, gehackte Kürbiskerne
90 min
4.9 bei 75 Bewertungen
Käse-Kürbis-Stangerl
Zutaten: lauwarme Milch, lauwarmes Wasser, Dinkelmehl 700, frische Germ, zimmerwarme Butter, Salz, grob gehackte Kürbiskerne, fein geriebener Bergkäse, grobes Salz

Der Bärlauch

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Der Bärlauch

2. April 2025
Gemüse, Zutaten
Mit dem Frühling hält auch eine ganz besondere Zutat Einzug in unsere Küchen: Bärlauch! Dieses aromatische Wildkraut sorgt mit seinem intensiven Knoblauchduft und seinem leuchtenden Grün für echte Frühlingsgefühle auf dem Teller. Ob als würzige Zutat in Pestos, Suppen oder herzhaften Gerichten – Bärlauch ist nicht nur vielseitig, sondern auch gesund. Doch woran erkennt man ihn beim Sammeln, wie lagert man ihn richtig und welche Köstlichkeiten lassen sich daraus zaubern? All das erfahrt ihr hier – inklusive meiner liebsten Bärlauch-Rezepte zum Ausprobieren und Genießen.

Bärlauch

Steckbrief

Bärlauch

Trivialnamen
Waldknoblauch, Hexenzwiebel, Ramsen
Familie/Unterfamilie
Amaryllisgewächse/Lauchgewächse
Saison
Ende Februar bis April
Fundort/Standort
feuchte, schattige Laub- und Auwälder/nährstoffreiche Böden, schattig oder halbschattig
Inhaltsstoffe
Vitamin C, Mineralstoffe (Eisen, Mangan, Magnesium), ätherische Öle, Aminosäuren
Lagerung
Kühl und trocken und am besten gleich weiterverarbeiten.

Jedes Jahr aufs Neue freue ich mich auf die Bärlauchsaison.

Christina Bauer

Backen mit Kaffee

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HomeBacken mit Kaffee

Backen mit Kaffee

6. Februar 2025
Zutaten
Kaffee kann so vieles: Er zaubert uns einen herrlichen Duft in die Nase, bringt Leute zusammen und macht wach. Und: Er lässt sich auch wunderbar verbacken. Ja, ihr habt richtig gehört! Nicht nur in flüssiger Form entfaltet das beliebte Heißgetränk seinen einzigartigen Geschmack. In diesem Blogbeitrag zeige ich euch, wie ihr mit Kaffee allerhand Backwerke verfeinern könnt. Außerdem reisen wir gemeinsam durch die spannende Welt des braunen Wachmachers und blättern im großen Kaffeelexikon.

Der Kaffee ist fertig

Ein Streifzug durch die Kaffeegeschichte

Lässt dieser Satz auch eure Herzen höherschlagen? Dann seid ihr nicht allein: Rund 90 % der Österreicherinnen und Österreicher trinken Kaffee. Der heiße Wachmacher ist mit Abstand das beliebteste Heißgetränk im Land. Pro Kopf und Jahr werden bei uns unglaubliche 162 Liter Kaffee getrunken, durchschnittlich zwei Tassen täglich. Am beliebtesten sind Verlängerter, Cappuccino und Espresso. Zusammengefasst: Kaffee gehört zu unserem Leben einfach dazu. Sogar so sehr, dass wir uns in Österreich gern damit rühmen, die Kaffeehauskultur erfunden zu haben. Das stimmt jedoch nur teilweise, denn schon lange vor uns haben Menschen aus fernen Weltgegenden das flüssige Wunder kennen und lieben gelernt.

Die Wiege des Kaffees

Wie so oft bei Klassikern aus der Backwelt, ranken sich auch um die Entdeckung des Kaffees die wildesten Legenden. Die wohl bekannteste dieser Geschichten macht ausgerechnet afrikanische Ziegen dafür verantwortlich, dass wir heute genüsslich unseren Kaffee schlürfen dürfen. Klingt verrückt, soll sich aber so zugetragen haben: Wir schreiben das 9. Jahrhundert. In der Region Kaffa im ostafrikanischen Äthiopien sticht die Sonne vom Himmel. Die Hirten wollen sich nach einem langen Fußmarsch ausruhen, ihre Ziegen allerdings ganz und gar nicht. Die Tiere haben von den Früchten eines Baumes gekostet und springen jetzt lebhaft umher – bis in die Nacht hinein. Die verzweifelten Hirten bringen die geheimnisvollen Früchte zu Mönchen. Diese kosten davon, werfen sie aber, enttäuscht vom bitteren Geschmack, ins Feuer. Plötzlich steigt ein herrlicher Duft auf. Die Mönche sind neugierig und machen damit eine Art Aufguss. Und siehe da: Er schmeckt und hält lange munter. So oder so ähnlich soll der Kaffee entdeckt worden sein. Einig ist man sich jedenfalls darüber, dass Afrika nicht nur die Wiege des Lebens, sondern auch die Wiege des Kaffees ist. Beim Ursprung des Namens hört diese Einigkeit schon wieder auf. Vermutet wird, dass die Region Kaffa namensgebend für den Kaffee war. Aber auch das arabische ort „qahwa“ kommt als Namensursprung in Frage.

Von Arabien nach Österreich

Arabien ist nämlich die zweite Station des Kaffees. Über Sklavenhändler dürften die Früchte, aus denen er gewonnen wird, von Äthiopien in den Jemen gelangt sein. Von dort aus eroberte der Kaffee die Geschmacksknospen der Arabischen Halbinsel. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden im heutigen Syrien die ersten Kaffeehäuser eröffnet. Etwa hundert Jahre später war es auch auf europäischem Boden so weit: Anfang des 17. Jahrhunderts wurden die Italiener vom Kaffeefieber gepackt und eröffneten ihre erste „caffetteria“. Wenig später schossen die Kaffeehäuser auch in Frankreich und Großbritannien aus dem Boden. 1685 schlug in Wien die Geburtsstunde der berühmten Wiener Kaffeehauskultur. Der Armenier Johannes Theodat erhielt von Kaiser Leopold die Erlaubnis, Kaffee auszuschenken. Was folgte, war ein regelrechter Kaffeeboom. Um 1900 gab in Wien es rund 600 Kaffeehäuser. Mit ihrer heimeligen und gleichzeitig schicken Einrichtung wurden sie zu wichtigen Treffpunkten für Literaten, Künstler und Politiker. Noch heute sind Kaffeehäuser und Cafés unverzichtbare Treffpunkte. Egal, ob Date, Geschäftsmeeting oder gemütlicher Tratsch mit Bekannten: Bei einer Tasse Kaffee lässt sich über fast alles reden.

Kaffee kann auch anders

Ziemlich interessant, welche verschlungenen Wege der Kaffee so zurückgelegt hat, oder? Bis jetzt haben wir über den weitgereisten Wachmacher aber immer nur als Getränk gesprochen. Damit Kaffee den Tag verschönert, muss er aber gar nicht unbedingt flüssig sein. Schokolade mit Kaffeegeschmack oder Cappuccino-Eis gehören längst zu beliebten süßen Glücklichmachern. Außerdem haben Menschen schon vor einiger Zeit erkannt, dass sich Kaffee prima verbacken lässt und auch in dieser Form die Stimmung „hochziehen“ kann. Und damit wären wir schon beim Thema: Zu den wohl bekanntesten Kaffeedesserts zählt das Tiramisu, was auf Deutsch so viel heißt wie „Zieh mich hoch“. Im Tiramisu spielt der Kaffee seine volle Stärke als Backzutat aus: Er macht das italienische Dessert durch seinen intensiven Geschmack aromatischer und lässt es herrlich saftig werden. Diese Kaffeepower wirkt aber nicht nur beim Tiramisu. In meinem Magazin Nr. 20 zeige ich euch, wie ihr mit Kaffee aus Muffins, Gugelhupf & Co. noch mehr Geschmack herausholen könnt.

Das große Kaffee-ABC

Affogato al caffè
Dieser Kaffee besteht aus einem Espresso, in dem eine Kugel Vanilleeis "ertränkt" wurde.
Arabica
Arabica-Bohnen bilden die Basis für den Großteil des weltweit getrunkenen Kaffees.
Cappuccino
Diese beliebte Kaffeezubereitungsart hat eine interessante Namensgeschichte. Angeblich stammt er vom österreichischen Kapuziner (Mokka mit flüssigem Schlagobers). Österreichische Soldaten sollen ihn nach Italien gebracht haben, wo er „Cappuccino“ (kleine Kapuze) getauft und Schlagobers durch Milchschaum ersetzt wurde.
Koffein
Der bekannteste Inhaltsstoff des Kaffees ist auch der Grund, warum wir uns nach einer Tasse am Morgen plötzlich wacher fühlen.
Röstung
Durch das Rösten setzen sich die in den Kaffeebohnen enthaltenen Proteine, Aminosäuren und Zuckerstoffe neu zusammen. Es bilden sich die kaffeetypischen Aromen und die dunkle Farbe.
Verlängerter
Typisch österreichisch! Der Verlängerte ist – wie der Name schon sagt – ein Espresso, der mit heißem Wasser verlängert wurde.

So ein Topfen

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HomeSo ein Topfen

So ein Topfen

22. September 2023
Zutaten

Alles über das weiße Wunder

Seit Tausenden von Jahren schätzen die Menschen den Geschmack und die Vielseitigkeit von Topfen. Das Milchprodukt verfeinert nicht nur Torten, Aufstriche und Co, sondern findet auch als Hausmittel wohltuende Verwendung. Aber wie wird der weiße Tausendsassa eigentlich hergestellt? Und warum heißt der Topfen so, wie er heißt? Die Antworten auf diese Fragen findet ihr, wenn ihr weiter lest.

Weißes Wunder

Egal, ob in Aufstrichen, als Tortencreme oder Füllung für Palatschinken: Topfen ist ein wahrer Tausendsassa – und das schon seit geraumer Zeit.

Wie Aufzeichnungen aus dem 3. Jahrhundert belegen, war Topfen bereits im alten Griechenland eine beliebte Zutat für Kuchen. Im Mittelalter lernte man Geschmack und Vielseitigkeit des Milchprodukts dann auch in unseren Breiten zu schätzen und der Topfen fand seinen Weg nach Mitteleuropa. In einem deutschen Buch für Haushaltstipps aus 1696 findet sich die Stelle „Aus der sauren Milch aber machet man Quarg“. Wie dieser alte Ratschlag verrät, wird der „Quark“, wie Topfen in Deutschland genannt wird, aus Milch hergestellt.

Wie aus Milch Topfen wird

Durch die Zugabe von Milchsäurekulturen und Lab, einem Enzym-Gemisch, entsteht nach einigen Stunden eine gallertartige Masse. Anschließend muss diese Topfenmasse von der flüssigen Molke getrennt werden. Bei der traditionellen Topfenherstellung erfolgt das Ablaufen der Molke, indem der Topfen abgeschöpft und in Tücher oder Säcke gefüllt wird. In der modernen Speisetopfenherstellung wird diese Aufgabe von Maschinen übernommen.

Warum ich so gern mit Topfen backe? Weil er jeder Mehlspeise und jedem Aufstrich die nötige Cremigkeit verleiht. Und das Beste: Topfen ist auch noch gesund!

Christina Bauer

Namensgebung

Wie Topfen hergestellt und verwendet wird, hätten wir nun geklärt. Bleibt nur noch die Frage, wie der weiße Tausendsassa zu seinem Namen kam. Manche Quellen meinen, der Name habe etwas mit der altertümlichen Lagerung von Milch in Tontöpfen zu tun. In diesen Töpfen wurde die Milch schnell sauer, die Flüssigkeit verdampfte und der sogenannte „Twaragau“ blieb zurück. Zwar entstand daraus das deutsche Wort „Quark“, mit dem österreichischen Wort „Topfen“ hat die Lagerung im Topf allerdings nichts zu tun. Vielmehr kommt das Wort vom mittelhochdeutschen „topfe“, was so viel wie „Fleck“ oder „Punkt“ bedeutet. Mit diesen „Punkten“ sind die kleinen geronnenen Milchklümpchen gemeint, aus denen das weiße Wunder namens Topfen entsteht.

Ein wahres Hausmittel

Der fertige Topfen wird dann nicht nur in kulinarische Schmankerl verwandelt, sondern ist auch ein altbewährtes Hausmittel. Bei Entzündungen, Hautproblemen, Gelenks- oder Halsschmerzen können Topfenwickel wahre Wunder wirken.

Red nicht so einen Topfen

Hättet ihr’s gewusst?

Red nicht so einen Topfen! Eine Redewendung, die wohl jeder von uns schon einmal gehört oder selbst verwendet hat. Wer „Topfen redet“, gibt nur Blödsinn von sich. Aber woher kommt dieser Ausspruch? Bereits seit dem 16. Jahrhundert steht das Wort „Topfen“ bzw. „Quark“ sinnbildlich für etwas Unwichtiges, Unsinniges oder Wertloses. Weil Topfen früher relativ einfach hergestellt werden konnte und als billiges Lebensmittel galt, erhielt das Milchprodukt höchstwahrscheinlich diese negative Bedeutung.

Süßer Topfenteig

Eine Liebesgeschichte wie sie im Backbuche steht…

Mit diesem Teig lassen sich in kurzer Zeit süße Teilchen wie Schnecken, Golatschen, Tascherl oder Kipferl zubereiten. Er muss nämlich nicht rasten und ist die schnelle Alternative zum süßen Germteig.

Christinas liebste Topfenrezepte

80 min
4.7 bei 198 Bewertungen
Topfengolatschen
Zutaten: lauwarme Milch, Dinkelmehl 700 oder Weizenmehl 700, Ei, Zucker, frische Germ (=1 Würfel), Salz, zimmerwarme Butter, Dotter, Topfen, Ei
50 min
4.9 bei 132 Bewertungen
Aufstriche für den Osterbrunch
Zutaten: hartgekochte Eier, Topfen, zimmerwarme Butter, Senf, Currypulver, Salz, Pfeffer, frischer Schnittlauch, Frischkäse, Frühlingskräuter (Bärlauch, Schnittlauch, Petersilie, Basilikum), Salz, Pfeffer, Paprika rot, Essiggurkerl, Paprikapulver
90 min
4.8 bei 13 Bewertungen
Tomaten Paprika Stangerl
Zutaten: Topfen, Weizenmehl 700, Butter, Germ, Salz, Zwiebel, Knoblauchzehe, Olivenöl, Tomaten, Salz, Pfeffer, Basilikum, Oregano, roter Paprika, Pizzakäse, Pizzagewürz
40 min
4.6 bei 54 Bewertungen
Erdbeerknödel
Zutaten: Topfen, Hartweizengrieß, weiche Butter, Eier, Semmelbrösel, Erdbeeren, Butter
70 min
4.8 bei 198 Bewertungen
Erdbeer Topfentorte
Zutaten: Eier, Zucker, Butter (weich), Weizenmehl 700, Backpulver, Naturjoghurt, Gelatine, Schlagobers, Topfen, Staubzucker, Erdbeeren
120 min
4.7 bei 75 Bewertungen
Topfen-Streusel-Kuchen
Zutaten: Weizenmehl 700, Backpulver, Butter, Zucker, Eier, Topfen, Vanillejoghurt, Vanillepuddingpulver
130 min
4.9 bei 184 Bewertungen
Topfen-Marillen-Torte
Zutaten: Weizenmehl 700, Butter, Zucker, Ei, Backpulver, Salz, Topfen, Zucker , Vanillepudding, Eier, Sauerrahm, klein geschnittene Marillen
70 min
4.9 bei 139 Bewertungen
Topfen-Gitterkuchen
Zutaten: Eier, Zucker, Weizenmehl 700, Backpulver, Öl, Wasser, Topfen
90 min
4.8 bei 179 Bewertungen
Gebackene Topfentorte
Zutaten: Weizenmehl 700, kalte Butter, Staubzucker, Dotter, Salz, Eier, Speisetopfen, mager, Sauerrahm, Zucker, Saft von 1/2 Zitrone
75 min
4.8 bei 205 Bewertungen
Topfengugelhupf
Zutaten: zimmerwarme Butter, Staubzucker, Eier, Weizenmehl 700, Backpulver, Topfen 20%, Butter, Semmelbrösel
60 min
5 bei 9 Bewertungen
Naked Cake mit Topfencreme
Zutaten: Zucker, zimmerwarme Butter, Eier, Weizenmehl 700, Backpulver, 2-3 EL warmes Wasser, Topfen, Zitrone (Saft), Staubzucker, Sauerrahm, Schlagobers, Gelatine

Die Erdbeere

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HomeDie Erdbeere

Die Erdbeere

7. Juni 2023
Obst, Zutaten

Der Sommer rückt näher und auf unserem Bauernhof wird es bald etwas ruhiger. Die ersten Tiere genießen bereits das frische Gras auf der Weide, während es bald für sie alle auf die Alm geht. Doch wo es nie ruhiger wird, ist in meiner Küche. Die Erdbeersaison steht kurz bevor und es ist Zeit, sich zu beeilen. Diese köstlichen roten Früchte müssen schnell verarbeitet werden. Mit meinen sommerlichen Erdbeer Rezepten will ich euch das Warten auf den Urlaub oder die Ferien ein wenig versüßen.

Erdbeeren

Steckbrief

Erdbeeren

Erntezeit
Mai bis Juli
Wie wächst sie?
Als Pflänzchen direkt am Boden
Was ist gesund?
Sie ist ein wahrer Jungbrunnen und senkt den Cholesterinspiegel.
Aussehen
Weich, rot und seidig behaart zählt sie eigentlich zu den Rosengewächsen.
Wie schmeckt sie besonders gut?
Die Erdbeere schmeckt als Naschobst, aber natürlich auch in Kuchen, Torten, Getränken, Marmeladen oder als Sirup.
Lagerung
Kühl und trocken und am besten gleich weiterverarbeiten.

Erdbeersirup

Zutaten

1000 g Erdbeeren
500 g Wasser
1000 g Zucker
20 g Vanillezucker
2 Zitronen (Saft)

Zubereitung

Die Erdbeeren waschen und halbieren.

Gemeinsam mit Wasser, Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft aufkochen. Danach pürieren.

Jetzt in Flaschen abfüllen und gut verschließen.

TIPP: Wer den Sirup auf Vorrat machen will, friert ihn am besten ein. So behält er auch seine schöne, rote Farbe.

Der süße Erdbeersirup schmeckt mir besonders gut auf Vanilleeis oder aufgespritzt mit Prosecco. Und mit ganzen Erdbeeren backe ich am liebsten einen schnellen Kuchen.

Christina Bauer

Christinas liebste Erdbeer-Rezepte

50 min
Noch keine Bewertung
Erdbeerblume
Zutaten: Eier, Öl, Weizenmehl 700, Naturjoghurt, Zucker, Kakaopulver, Backpulver, Erdbeeren, Gelierzucker 2:1, Schlagobers, Sahnesteif, Frischkäse, Vanillezucker, Minze, frische Blümchen, Streusel
60 min
4.7 bei 9 Bewertungen
Muttertagstorte mit Erdbeeren
Zutaten: Eier, Zucker, gemahlene Mandeln, Weizenmehl 700, Wasser, Backpulver, Schlagobers, Topfen, Vanillezucker, Holundersirup, Gelatine, Erdbeeren, Marmelade, Minze, frische Blümchen
50 min
5 bei 17 Bewertungen
Erdbeertorte | Biskuitteig
Zutaten: Eier, Staubzucker, Wasser, Weizenvollkornmehl, Schlagobers, Sahnesteif, Mascarpone, Zucker, Vanillezucker, Erdbeeren, Schokospäne - Erdbeere
70 min
4.9 bei 20 Bewertungen
Erdbeercremeschnitte
Zutaten: Eier, Salz, Zucker, Öl, Wasser, Weizenmehl 700, geriebene Mandeln, Backpulver, Gelatine, Erdbeeren, Topfen, Saft 1 Zitrone, Schlagobers
70 min
4.9 bei 42 Bewertungen
Erdbeer Topfen Schnitte
Zutaten: Eier, Zucker, Öl, Wasser, Weizenmehl 700, Backpulver, Gelatine, Erdbeeren, Topfen, Staubzucker, Naturjoghurt, Schlagobers
30 min
4.9 bei 21 Bewertungen
Erdbeer Brownie
Zutaten: Zartbitterschokolade , Butter, Staubzucker, Vanillezucker, Weizenmehl 700, Backkakao, Backpulver, Eier, Honig, Schlagobers, Ricotta, Joghurt, frische Erdbeeren
60 min
5 bei 17 Bewertungen
Erdbeertörtchen
Zutaten: Biskotten, flüssige Butter, Schlagobers, Joghurt, Zucker, Vanillezucker, Gelatine, Saft einer 1/2 Zitrone, Erdbeersirup, frische Erdbeeren
20 min
4.8 bei 90 Bewertungen
Erdbeersirup
Zutaten: Erdbeeren, Wasser, Zucker, Vanillezucker, Zitronen (Saft)
4.7 bei 11 Bewertungen
Erdbeer Rhabarber Sonne
Zutaten: Rhabarber, Erdbeeren, Gelierzucker 2:1, Vanillezucker, Saft 1 Zitrone, Weizenmehl 700, lauwarme Milch, frische Germ (= 1 Würfel), Zucker, Salz, Ei, zimmerwarme Butter
45 min
4.7 bei 43 Bewertungen
Erdbeerkuchen
Zutaten: Butter, Zucker, Vanillezucker, Eier, Naturjoghurt, Dinkelmehl 900, Backpulver, Erdbeeren
Kooperation mit
40 min
4.6 bei 54 Bewertungen
Erdbeerknödel
Zutaten: Topfen, Hartweizengrieß, weiche Butter, Eier, Semmelbrösel, Erdbeeren, Butter
30 min
5 bei 43 Bewertungen
Erdbeer-Tiramisu im Glas
Zutaten: Topfen, Schlagobers, Zucker, Erdbeeren, Zitrone (Saft), Vanillezucker, Milch, Biskotten,
90 min
4.5 bei 22 Bewertungen
Vanilleeis
Zutaten: Vanilleschote, Dotter, Zucker, Milch, Schlagobers
40 min
4.9 bei 35 Bewertungen
Schnelle Erdbeertorte
Zutaten: Eier, Zucker, Weizenmehl 700, Wasser, gemahlenen Mandeln (geschält), Marillenmarmelade, Erdbeeren, Tortengelee
70 min
4.8 bei 198 Bewertungen
Erdbeer Topfentorte
Zutaten: Eier, Zucker, Butter (weich), Weizenmehl 700, Backpulver, Naturjoghurt, Gelatine, Schlagobers, Topfen, Staubzucker, Erdbeeren
40 min
4.5 bei 27 Bewertungen
Erdbeer Schoko Cupcakes
Zutaten: Eier, Zucker, Butter, Weizenmehl 700, Backpulver, Joghurt, Schokolade, Schlagobers, Sahnesteif, Topfen, gefriergetrocknete Erdbeeren
120 min
4.8 bei 85 Bewertungen
Erdbeertorte
Zutaten: Eier, Zucker, zimmerwarme Butter, Weizenmehl 700, Backpulver, warmes Wasser, Speisetopfen, Zitrone (Saft), Staubzucker, Sauerrahm, Schlagobers, Sahnesteif, Erdbeeren, fein geschnitten, Erdbeeren, Tortengelee, fein passierte Marmelade (Marille oder Erdbeere)
30 min
4.9 bei 303 Bewertungen
Erdbeerroulade
Zutaten: Eier, Zucker, Mineralwasser, Backkakaopulver, Weizenmehl 700, Backpulver, Schlagobers, Sahnesteif, Erdbeeren, klein geschnitten
90 min
5 bei 9 Bewertungen
Erdbeertorte einmal anders
Zutaten: lauwarme Milch, Ei, Weizenmehl 700, Zucker, Salz, frische Germ (= 1 Würfel), zimmerwarme Butter, Erdbeeren, in kleine Würfel geschnitten, flüssige Butter, Zimt, Maizena
60 min
4.9 bei 29 Bewertungen
Erdbeer-Vanilletorte
Zutaten: Eier, Zucker, Weizenmehl 700, Backpulver, Wasser, Schlagobers, Qimiq Vanille, Topfen, frische Erdbeeren
60 min
5 bei 19 Bewertungen
Erdbeer-Kokos-Topfentorte
Zutaten: Eier, Zucker, Weizenmehl 700, Backpulver, Qimiq, Topfen, stichfestes Joghurt, Kokosette, Erdbeeren, Zucker nach Geschmack, Gelatine

Die Jause

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HomeDie Jause

Die Jause

12. August 2022
Zutaten
Liebgewonnenes Ritual.
Immer und überall.

Die Jause. Ein Ritual, das unseren Tag gliedert und Energie für arbeitsreiche Stunden spendet. Ein Ritual, bei dem man zusammenkommt, kurz abschaltet, genießt und die Welt ein wenig Welt sein lässt. Egal ob bei Ausflügen, am Arbeitsplatz, auf der Uni oder in der Schule – das Jausenritual verbindet einfach. Und genau deswegen ist es wichtig, dass man in diesen wertvollen Momenten zu hochwertigen Lebensmitteln greift. Denn eine Jause soll natürlich satt machen, darf aber auch nicht belasten. Die richtige Kombination aus qualitätvollen Zutaten gibt Power für den Tag und fördert Leistungsfähigkeit und Konzentration.

Die Jausenbox

füllt man idealerweise mit...
Kohlenhydrate
Brot und Gebäck aus hochwertigem Getreide
Eiweiß
zum Beispiel in Form von magerem Schinken, Käse, Aufstrichen, gekochten Eiern oder einem Nuss-Mix
Frisch und fruchtig
Obst und Gemüse
Lebenselixier Wasser
Energiearmen Getränken wie Wasser und stark verdünnten Fruchtsäften

Obst und Gemüse mundgerecht
aufbereitet, machen das Snacken
einfacher
und verleiten
zum Teilen und Zugreifen.

Christina Bauer

Essen gut! Alles gut!

Nüsse

Neben Eiweiß enthalten Nüsse  auch viele Ballaststoffe sowie  einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Mineralstoffe wie etwa Kalium, Magnesium, Eisen und Phosphor. Diese geballte Kraft sättigt nicht nur, sondern stärkt auch das Herz-Kreislauf-System sowie das Nervenkostüm. Genau richtig für Arbeit, Schule und sportliche Aktivitäten.

Eiweiß

Muskeln, Herz, Haut und Haare sowie das Gehirn bestehen zum  größten Teil aus Proteinen und Aminosäuren. Nicht alle dieser Aminosäuren kann der Körper selber bilden, deswegen müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden, wie zum Beispiel über Käse, Eier, grünes Gemüse, Nüsse oder auch Dinkelmehl, Fleisch und Linsen, um nur einige zu nennen. Diese Nahrungsmittel halten lange satt, unterstützen den Muskelaufbau und stärken allgemein das Immunsystem. Daher sollten sie in der gut gefüllten Jausenbox nie fehlen.

Knäckebrot Grundrezept

Ein Knabberklassiker, den alle gerne essen!

Knäckebrot

4.9 bei 299 Bewertungen
1 h 10 min
Heißluft
170 Grad
1 h

Zutaten

für 2 Backbleche
Teig
500 g
Wasser
120 g
Dinkelvollkornmehl
100 g
Sonnenblumenkerne
120 g
Haferflocken
50 g
Sesam
50 g
Leinsamen
1.5 TL
Salz
1 TL
Rohrzucker
2 EL
Olivenöl

Schon lange wollte ich mal selbst ein Knäckebrot backen – ein knuspriger & gesunder Snack für zwischendurch, den man in einer verschlossenen Dose auch über längere Zeit aufbewahren kann.
Knäckebrot enthält außerdem viele Ballaststoffe und ist somit auch verdauungsfördernd.

Zubereitung

  1. Die Zutaten in eine Schüssel geben und gut verrühren – ca. 10 Minuten quellen lassen. Dann die Masse auf zwei mit Backpapier belegte Backbleche streichen.

    Das Brot nach 15 Minuten mit einem PIZZAROLLER in Stücke schneiden und weiterbacken. Später lässt sich das Brot nämlich nicht mehr schneiden

  2. Im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad ca. 1 Stunde backen/trocknen.

Das Knäckebrot gibt es auch als praktische Backmischung.

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Schon gewusst?

Bereits in sehr jungem Alter  wird eine grundlegende Basis für  das spätere Ess- und Trinkverhalten gelegt. Früh erlernte falsche Ernährungsmuster lassen sich zum Teil nur schwer wieder ablegen. Daher ist eine bunte und gesunde Jausenbox für Kinder umso wichtiger.

Allerlei am Ei

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Allerlei am Ei

21. Juli 2022
Zutaten
Eine wichtige Zutat für die köstlichen Sommerkuchen sind frische Eier. Die gibt’s nicht nur beim Bauern ums Eck, sondern auch im Supermarktregal. Dort ist die Auswahl meistens deutlich größer, doch wie erkennt ihr die besten Eier zum Backen und was bedeutet der Stempel auf dem Ei nun wirklich?

Von Bio bis Käfighaltung

Die Wichtigkeit von nachhaltiger Tierhaltung

Seit dem Jahr 2009 ist die konventionelle Käfighaltung in Österreich verboten. 2020 wurde dann auch die „ausgestaltete Käfighaltung“ endgültig verboten – ein wichtiger Schritt für die tierfreundliche und nachhaltige Haltung. Dadurch gibt es in Österreich nur noch Bio-Freilandhaltung, Freilandhaltung und Bodenhaltung. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen durch das verwendete Futter sowie den vorhandenen Auslauf für die Tiere.

Ein nachhaltiger und bewusster Umgang mit unseren Lebensmitteln ist extrem wichtig.

Christina Bauer

Fakten & Tipps

Nummer 1
Es gibt dreimal so viele Hühner auf der Erde als Menschen – sprich: 25 Milliarden.
Nummer 2
Eier sehen sehr unterschiedlich aus. Über die Farbe der Eierschale entscheidet die Rasse der Tiere, die am einfachsten am Hautlappen unter dem Ohr zu erkennen ist. Sind die Ohrscheiben weiß, ist auch das Ei weiß. Sind sie rot, ist das Ei braun. Die Fütterung kann außerdem die Schalendicke, den Geschmack und die Dotterfarbe prägen.
Nummer 3
Eier sollten am besten mit der Spitze nach unten im Kühlschrank gelagert werden. Durch diese Art der Lagerung ist die Luftkammer bereits an der Oberseite und muss sich nicht erst den Weg dorthin bahnen. Dies verhindert innere Schäden am Ei und dadurch halten sie am längsten.
Nummer 4
Eier können auch oft noch nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums zum Backen verwendet werden. Der Geruch verrät ganz einfach, ob das Ei noch genießbar ist.
Nummer 5
Die Frische von Eiern kann zusätzlich auch mit einem Glas Wasser getestet werden. Dies funktioniert, weil sich die Luftkammer über die Zeit hinweg vergrößert. Dazu einfach das Ei in das Glas legen. Bleibt das Ei am Boden liegen, ist es noch frisch und verwendbar. Schwimmt es an der Oberfläche, ist es verdorben und nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Was sagt uns der Code am Ei?

In Österreich werden pro Jahr fast zwei Milliarden Eier verbraucht und jedes einzelne muss mit dem sogenannten Erzeuger-Code versehen werden. Damit können sie schnell und einfach bis auf den Bio-Bauernhof oder den Legestall zurückverfolgt werden. Die erste Zahl steht für die Haltungsform der Hühner, dann folgt das Länderkürzel. Die letzten sieben Ziffern verraten die genaue landwirtschaftliche Betriebsnummer.

_________________


DAS RÄTSEL DES EIER-CODES

0 = Bio-Freilandhaltung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
AT = Österreich
DE = Deutschland
SL = Slowenien

Die Kirsche

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HomeDie Kirsche

Die Kirsche

22. Juli 2021
Obst, Zutaten
Kirschen sind für mich ein absolutes Highlight im Erntejahr! Direkt frisch vom Baum genascht, gibt es kaum ein Obst, das mehr nach Sommer, Sonne und guter Laune schmeckt, als die knallroten Kraftpakete. Schon als Kind konnte ich es kaum abwarten, bis sich das Grün der Früchte endlich in das herbeigesehnte Kirschrot verwandelt hatte. Nichts konnte mich dann davon abhalten, auf der Leiter in die Höhe zu klettern und zu naschen, bis die Hände vom Kirschsaft rot und der Bauch bis zum Platzen voll war. Ganz zu schweigen von der Freude beim Kirschkernweitspucken mit den Nachbarskindern!

KIRSCHEN

STECKBRIEF

Kirschen

Arten
Kirschen gehören zur Familie der Rosengewächse und lassen sich grundsätzlich in Süß- und Sauerkirschen, bei uns auch Weichseln genannt, unterscheiden.
Erntezeit
Mitte Juni bis August
Wie wachsen sie?
Kirschen zählen wie Marillen oder Zwetschken zum Steinobst. Ursprünglich stammen sie aus Asien. Kirschbäume lieben sonnige und luftige Standorte und brauchen für die Bestäubung einen anderen Kirschbaum in der Nähe. Sauerkirschbäume bleiben kleiner, wachsen dafür aber schneller und können bis zu 25 Jahre alt werden. Süßkirschbäume wachsen zwar langsamer, aber dafür höher und können 55 Jahre und älter werden.
Was ist gesund?
Kirschen sind richtige Kraftpakete und liefern unzählige Mineralstoffe und Vitamine. Auch Folsäure steckt in ihnen drin. Der rote Farbstoff, der für ihr unwiderstehliches Aussehen verantwortlich ist, wirkt außerdem entzündungshemmend.
Sorten
Es gibt hunderte verschiedene Sorten von Süß- und Sauerkirschen. Dabei müssen sie nicht immer dunkelrot sein. Gelbe, hellrote oder bunte Kirschen, die halb gelb, halb rot sind, bieten nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich eine wunderbare Vielfalt.
Wie schmecken sie besonders gut?
Kirschen sind vielseitig verwendbar. Frisch als Kuchenbelag, eingelegt als Kompott oder zu Marmelade verarbeitet, oder in flüssiger Form als Saft oder Likör machen sie das ganze Jahr was her.

Kirschkerne, die beim Entsteinen anfallen, kann man wunderbar zum Füllen von selbst gemachten Kirschkernkissen verwenden. Wichtig ist nur, dass sie ganz sauber und wirklich trocken sind. Am besten auf einem Tablett oder einem Stofftuch ausbreiten und in der Sommersonne trocknen lassen!

Christina Bauer

Christinas liebste Kirsch-Rezepte

30 min
4.9 bei 7 Bewertungen
Schwarzwälder Kirsch Schnitte
Zutaten: Eier, Zucker, Öl, Naturjoghurt, Weizenmehl 700, Kakaopulver, Backpulver, Schlagobers, Vanillezucker, Sahnesteif, Weichselmarmelade, Rum nach Belieben, Glas Kirschen, abgetropft, Schokospäne, weiche Butter, Brösel
30 min
5 bei 4 Bewertungen
Kirschtörtchen
Zutaten: Eier, Butter, Staubzucker, Weizenmehl 700, Backpulver, Naturjoghurt, Backkakaopulver, gehackte Schokolade, entkernte Kirschen
60 min
5 bei 17 Bewertungen
Pfirsich Kirsch Kuchen
Zutaten: weiche Butter, Zucker, Eier, Weizenmehl 700, Backpulver, Backkakao, Naturjoghurt, Milch, Dose Pfirsche, Glas Kirschen
120 min
4.4 bei 27 Bewertungen
Himbeer Kirschtorte mit Streusel
Zutaten: Weizenmehl 700, Backpulver, Butter, Staubzucker, Ei, entsteinte Kirschen, Himbeeren, Vanillepuddingpulver, Kirschsaft, Zucker, geriebene Nüsse
120 min
5 bei 42 Bewertungen
Kirschenstrudel
Zutaten: Weizenmehl 700, Öl, Salz, Wasser, Kirschen entkernt, Zucker, gehackte Mandeln, Butter, Brösel, flüssige Butter
80 min
5 bei 20 Bewertungen
Pfirsich Kirsch Streuseltarte
Zutaten: Weizenmehl 700, Butter, Zucker, Dotter, Kirschen aus dem Glas, Pfirsichhälften, Kirschsaft, Vanillepuddingpulver, geriebene Mandeln, Weizenmehl
40 min
5 bei 14 Bewertungen
Kirsch-Streusel-Muffins
Zutaten: Eier, Zucker, Rapsöl, Weizenmehl 700, geriebene Mandeln, Backpulver, Milch, Semmelbrösel, entsteinte Kirschen, Butter, Weizenmehl , Muffinblech, Butter und Mehl für die Form oder Papierförmchen
45 min
4.7 bei 93 Bewertungen
Schneller Topfen-Kirsch-Kuchen
Zutaten: Eier, Öl, Zucker, Weizenmehl 700, Backpulver, Kakaopulver, Topfen, Kirschen
55 min
4.6 bei 100 Bewertungen
Marmor-Kirsch-Kuchen
Zutaten: zimmerwarme Butter, Zucker, Milch, Eier, Weizenmehl 700, Backpulver, Kakaopulver, entsteinte Kirschen
Kooperation mit
40 min
4.8 bei 207 Bewertungen
Schoko-Kirsch-Kuchen
Zutaten: Eier, Zucker, Öl, Weizenmehl 700, Backpulver, Naturjoghurt, Milch, Schokostreusel, Kirschen aus dem Glas oder im Sommer frisch
55 min
4.5 bei 39 Bewertungen
Dunkler Kirschkuchen
Zutaten: Eier, Zucker, Öl, Weizenmehl 700, Backpulver, Backkakao, Mineralwasser, Glas Kirschen oder Weichseln, , Staubzucker zum Bestreuen
100 min
4.7 bei 75 Bewertungen
Schwarzwälder-Kirsch-Torte
Zutaten: Schokolade, große Eier, zimmerwarme Butter, Zucker, Weizenmehl 700, Backpulver, Milch, Glas Kirschen, Schlagobers, Sahnesteif, Schokostreusel, frische Kirschen
140 min
4.7 bei 27 Bewertungen
Kirsch-Streusel-Torte
Zutaten: Weizenmehl 700, Backpulver, Butter, Zucker, Salz, Ei, Eier, Topfen, Sauerrahm, Vanillepudding, Kirschen, abgetropft, Semmelbrösel

Der Rhabarber

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HomeDer Rhabarber

Der Rhabarber

6. Mai 2021
Gemüse, Obst, Zutaten
Mit dem Rhabarber ist es ja so eine Sache. Manche Menschen lieben ihn heiß und innig, anderen wiederum ist er zu sauer oder sie wissen nicht so recht, wie sie ihn richtig zubereiten können. Ich finde ihn ja gerade wegen seines besonderen Geschmacks, der so prickelnd süß-säuerlich ist, ganz besonders spannend und in Kombination mit etwas Süßem einfach nur köstlich

Rhabarber

Steckbrief

Rhabarber

Erntezeit
April bis Juni
Wie wächst er?
Rhabarber ist eine mehrjährige, ziemlich pflegeleichte Pflanze, die bis zu 10 Jahre am gleichen Standort gedeiht. Ein bisschen Schatten macht ihm dabei auch nichts aus, nur feucht und nährstoffreich sollte der Boden sein.
Was ist gesund?
Rhabarber liefert eine ordentliche Portion Vitamin C und A und jede Menge Calcium und Kalium.
Aussehen
Vom Rhabarber sind nur die Stiele essbar. Es gibt Sorten mit rötlich bis pinken oder grünen Stielen. Die Blätter sind wegen ihres hohen Anteils an Oxalsäure giftig.
Wie schmeckt er besonders gut?
Bei uns wird er vor allem wie Obst für Kuchen, Marmeladen, Saft oder Kompott verwendet.

Wem Rhabarber zu sauer ist, der sollte ihn möglichst zu Beginn der Saison genießen und rote Sorten bevorzugen. Je später er geerntet wird, umso mehr Säure enthält er.

Christina Bauer

Getreidepower aus der Steinzeit: Dinkel

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Getreidepower aus der Steinzeit: Dinkel

29. Januar 2021
Zutaten
Der Anbau und die Verarbeitung von Dinkel gehören seit vielen Tausend Jahren zum Alltag der Menschen. Bereits unsere Vorfahren aus der Steinzeit schworen auf die wertvolle Getreidesorte. Im vergangenen Jahrhundert geriet Dinkel aufgrund wirtschaftlicher Faktoren ein wenig in Vergessenheit. Erst in den letzten Jahrzehnten wurde die Kraft von Dinkel wiederentdeckt – und das ist gut so. Aus Dinkel lassen sich allerhand schmackhafte Backwerke und Gerichte zaubern.

Das Urgetreide

Hildegard von Bingen soll den Dinkel bereits im Mittelalter als “das beste Getreidekorn” bezeichnet haben. Zu Recht, denn der Verwandte des Weizens punktet mit wertvollen Inhaltsstoffen und einem leicht nussigen Geschmack. Und nicht nur das: Dinkel lässt sich auch hervorragend zum Backen verwenden.

Zeitreise

“Der Dinkel ist das beste Getreidekorn, es wirkt wärmend und fettend, ist hochwertig und gelinder als alle anderen Getreidekörner. Wer Dinkel isst, bildet gutes Fleisch. Dinkel führt zu einem rechten Blut, gibt ein aufgelockertes Gemüt und die Gabe des Frohsinns”.

Diese Worte werden der Universalgelehrten Hildegard von Bingen zugeschrieben. In ihrem Werk “Physics” aus dem 12. Jahrhundert hat sie nicht nur dem Weizen, sondern auch seinem kleinen Bruder, dem Dinkel, ein paar schlaue Zeilen gewidmet. Aber schon lange vor dem Dinkel-Lob der Äbtissin kannten die Menschen die Kraft der Getreidesorte. Archäologische Funde beweisen, dass in Osteuropa bereits 6.000 v. Chr. Dinkel angebaut wurde. Wie wir dem Werk Hildegard von Bingens entnehmen können, war das Urgetreide auch im Mittelalter beliebt. Und auch noch im 18. Jahrhundert nahm Dinkel als Handelsgetreide eine wichtige Rolle im Leben der Menschen ein. Ein Blick auf die Landkarte zeigt, dass sogar ganze Städte nach dem Getreide benannt wurden. Die Wappen von Dinkelsbühl und Dinkelscherben im Süden Deutschlands zieren bis heute drei Dinkelähren. Im 20. Jahrhundert fand der Hype um den Dinkel ein vorläufiges Ende. Zum einen bescherte sein Verwandter, der Weizen, den Bäuerinnen und Bauern bessere Ernteerträge. Zum anderen war die Dinkelverarbeitung zeitaufwendiger. Das Dinkelkorn ist mit einer zusätzlichen Schutzhülle umgeben. Diese sogenannte Spelzhülle muss vor dem Mahlen durch einen eigenen Schälvorgang entfernt werden. Erst im Laufe der letzten Jahrzehnte erhielt Dinkel wieder die Aufmerksamkeit, die er verdient. Vor allem für die Bio-Landwirtschaft ist Dinkel von großer Bedeutung, da er als robustes, anspruchsloses Getreide gilt.

Backen mit Dinkel

Wegen des hohen Anteils an Gluten besitzt Dinkel sehr gute Backeigenschaften und kann andere Mehlsorten ersetzen. Dennoch solltet ihr beim Backen mit Dinkelmehl ein paar Dinge beachten:

  • Teige mit Dinkelmehl dürfen nicht zu lange geknetet werden. Sobald sich der Teig von der Schüssel löst ist er fertig. Wird der Teig zu lange geknetet, beginnt er auf Grund des niedrigeren Kleberanteils extrem zu kleben und lässt sich dadurch schwerer verarbeiten.
  • Wenn ihr zum ersten Mal Dinkelmehl ausprobieren wollt, könnt ihr es auch mit Weizenmehl mischen.
  • Dinkel schmeckt zwar etwas nussiger als Weizen, grundsätzlich gibt es beim Geschmack aber keinen großen Unterschied.

Dinkel

Steckbrief
Gattung
Getreideart aus der Gattung des Weizens
Wie wächst Dinkel:
Dinkel ist nicht sehr anspruchsvoll und wächst auch gut in höheren Anbaugebieten. Bei der Parzellenwahl sind trockene, windige und sonnige Lagen zu bevorzugen.
Was ist gesund?
Das leckere Getreide liefert eine Menge Spurenelemente und Mineralstoffe. Vor allem mit Mangan, Zink und Kupfer, Eiweiß, Eisen und Magnesium geizt Dinkel nicht.
Aussehen:
Der Dinkel hat eine lockere, schmale Ähre und ein bespelztes Korn.
Wie schmeckt Dinkel besonders gut?
Eignet sich besonders gut zum Backen von Brot, Gebäck und Kuchen. Aber auch für Nudeln geht Dinkel immer.

Dinkel vs. Weizen – Duell der Mehlgiganten

Seit einigen Jahren gibt es ein regelrechtes Duell zwischen Dinkel und Weizen, das mit vielen Vorurteilen belegt ist. Dinkel hat einen riesigen Aufschwung erhalten, nachdem Weizen als Verursacher zahlreicher Beschwerden hingestellt wird. Doch wonach sollte man sich schlussendlich richten?

Hier einige Fakten:

Herkunft:

Weizen und Dinkel sind eng miteinander verwandt: Dinkel gehört zu den Weizenarten. Innerhalb der Weizenfamilie gibt es drei Abstammungslinien: die Einkorn-, Emmer- und die Dinkelreihe.

Einteilung:

Man teilt das Getreide in Nackt- und Spelzgetreide. Zu den Nacktgetreiden gehören Hart- und Weichweizen, Kamut und Roggen. Dinkel gehört – genauso wie Einkorn, Emmer und Gerste – zu den Spelzgetreiden. Das Korn muss also von der Hülle – dem Spelz – getrennt werden, bevor es weiterverarbeitet werden kann. Der Spelz gilt als guter Schutz vor Schädlingen und diversen Umwelteinflüssen und macht das Getreide in der Hülle besonders widerstandsfähig.

Bio-Variante:

Weizen wurde über Jahre viel mehr verändert und spricht sehr gut auf Kunstdünger an. Daher gibt es ihn nur mehr selten in der ursprünglichen Variante. Dinkel hingegen ist nicht anfällig für chemische Düngemittel. Es gibt ihn also noch in ursprünglicherer Vollkornform. Genau aus jenem Grund eignet er sich perfekt für die Bio-Landwirtschaft. Außerdem ist der Dinkel sehr robust, wächst auch in größeren Höhen und ist besonders wetterbeständig.

Gluten:

Wer Gluten nicht verträgt, sollte weder Weizen noch Dinkel zu sich nehmen. Dinkel enthält sogar mehr Gluten als Weizen. Dinkel gehört zu den Mehlweizensorten, genauso wie Einkorn und Weichweizen. Daher ist er – aufgrund der guten Backeigenschaften – auch besonders gut zum Brotbacken geeignet. Dinkelbrot wird allerdings etwas schneller trocken als Weizenbrot.

Ernte:

Weizen zu ernten funktioniert leichter als Dinkel zu gewinnen und ist auch viel ertragreicher. Während die Dinkelkörner aufwändiger aus dem Spelz gelöst werden müssen, fallen die Weizenkörner leichter heraus. So kann es passieren, dass Dinkel bei der Ernte verletzt wird.

Vitalstoffe:

Dinkel hat mehr essentielle Aminosäuren als Weizen zu bieten und auch etwas mehr Mineralstoffe und Vitamine. Die Unterschiede sind zwar nicht enorm, sollten aber schon erwähnt werden. Auch Kieselsäure findet sich in höherem Gehalt im Dinkel, die sich gut auf Haut und Haare auswirkt. Sogar über mehr Vitamine (z.B. B1, B2, B3 und B6) verfügt der Dinkel.

 

Insgesamt ist die Tendenz also klar. Dinkel ist etwas besser als Weizen aufgestellt. Aber auch hier: Auf die richtige Mischung kommt es an. Immer nur dieselbe Getreideart zu essen, ist nicht unbedingt förderlich. Deswegen wird in der Vollwertkost gerne von ausgewogener Ernährung gesprochen. Es sollte also abwechslungsreich gegessen werden, denn einseitige Kost ist niemals optimal