2. NATRON UND BACKPULVER
Natron und Backpulver haben auf den ersten Blick die gleiche Wirkung und können beide als vielseitige Hausmittel (z.B. als Reinigungsmittel) eingesetzt werden. Auch beim Backen werden beide gerne als Triebmittel verwendet. Der wirkliche Unterschied liegt in der Zusammensetzung der beiden Pulver.
NATRON
Natron ist ein natürliches Salz (Natriumhydrogencarbonat). Es wird im Handel auch unter “Backsoda”, “Speisenatron” oder “Speisesoda” verkauft.
Als Triebmittel funktioniert Natron jedoch nur in Kombination mit einem Säurungsmittel. Dies kann Joghurt, Buttermilch, Essig oder auch Zitronensaft sein. Durch die Hitze beim Backen bildet sich danach CO2, welches für eine Lockerung im Teig sorgt.
BACKPULVER
Backpulver besteht bereits aus Natron und einer Säure. Die kann zum Beispiel Zitronen- oder Weinsteinsäure (= Weinsteinbackpulver) sein. Zusätzlich findet man in Backpulver noch ein natürliches Trennmittel. Das kann Mais-, Reis- oder Weizenstärke sein.
Bei Hitze reagiert auch hier das Natron im Backpulver mit der Säure. Die dadurch entstehenden Luftblasen sorgen dafür, dass der Teig locker wird und somit aufgeht.
ACHTUNG!
Natron und Backpulver können zum Backen daher nicht einfach im Verhältnis 1:1 ausgetauscht werden. Natron lässt sich zwar ohne Probleme mit Backpulver ersetzen. Umgekehrt funktioniert es aber nicht, da ja im Natron keine Säure vorhanden ist und diese dann zusätzlich zum Teig geben werden müsste, damit sich CO2 bilden kann.
Teige mit Backnatron oder Backpulver gehören sofort in den Backofen, da die Reaktion des Natrons mit der Säure sofort beginnt und die Teige sonst bei einem späterem Backen nicht mehr aufgehen.
Umrechnung:
100 g Mehl benötigen 3 g Backpulver/ 2 g Natron